Die consumART auf der Nürnberger Messe

Kunst nahbar machen

Die consumART auf der Nürnberger Messe

 Die zweitgrößte Stadt des Freistaates Bayern, mithin Nürnberg, besitzt die deutschlandweit älteste Akademie der Bildenden Künste, ist mit Namen wie Albrecht Dürer und Bernd Telle verbunden, verfügt über etliche Museen, darunter die Kunsthalle und das Neue Museum. Allein: den Machern der consumART zufolge fehlt es an „öffentlich zugänglichen Veranstaltungen, die die Kunstschaffenden dieser Stadt und Region sichtbar und deren Kunst erwerbbar machen“. Genau dies will die neugeschaffene Kunstmesse consumART – sie findet vom 24. bis zum 26. Oktober statt – ändern.

 

Die in die Consumenta auf der Nürnberger Messe eingebundene Veranstaltung verspricht an deren Eröffnungswochenende eine so große wie großartige Auswahl an nicht nur regionaler Kunst. Rund fünf Dutzend Künstler werden sich präsentieren, etwa zwei Handvoll Galerien zeigen, was sie zu offerieren haben. Versprochen wird, zum ersten Male, die Möglichkeit, „wegweisende zeitgenössische Kunst in einem entspannten Rahmen zu entdecken“. Die hinter der consumART steckende Philosophie geht davon aus, dass Kunst und Kultur die Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklung seien.

 

Geboten wird eine von der Malerei und der Grafik über die Skulptur bis hin zur Photographie reichende Palette. Sämtliche Exponate können selbstverständlich erworben werden. Man zielt darauf ab, in ungezwungener Atmosphäre Kunstfreunde und Kunstschaffende zusammenzubringen. Die Messe will engagierte und etablierte Sammler genauso ansprechen wie Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Sammlung aufzubauen. Urbane Kunst soll sich mit urbanem „Lifestyle“ verbinden.

 

Apropos Lifestyle: Wer so von städtischer Lebensart spricht, der kommt naturgemäß auch an Live Acts und an Art Talks, an Workshops und an einer Late View nicht vorbei. Noch an Drinks, die man bei freiem Eintritt am 24. Oktober zwischen 18 Uhr und 23 Uhr zu sich nehmen kann. Das, was die Briten bisweilen „the arty-farty crowd“ schimpfen, scheint hierzulande ohne eine Vielzahl an Anglizismen nicht auszukommen. We are not amused at all. Bei den moderierten Gesprächen über Kunst beantworten Sammler, Kuratoren und Sammler Fragen à la: Wie gestaltet sich des Künstlers Alltag? Wie baue ich eine eigene Sammlung auf?

 

Copyright Fotos:

supermART, Fotos © consumART

Jürgen Gräßer
06.10.2015

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