Bamberg ganz im Zeichen von Blues & Jazz

Über 70 Livekonzerte beim 10. Tucher Blues & Jazzfestival

Bamberg ganz im Zeichen von Blues & Jazz

 Ten years after – legendäre Woodstock-Ikonen bereichern das Bamberger Blues & Jazzfestival, das vom 5. bis zum 15. August in Bamberg und vielen Landkreisgemeinden stattfindet. Ten Years After sind aber nicht nur Kult, sondern auch Programm. Schließlich geht das Festival zum zehnten Mal über die Bühne und feiert seinen runden Geburtstag. Ein Geburtstag, der es in sich hat. Dank der zahlreichen Sponsoren ermöglicht es das Bamberger Stadtmarketing auch in diesem Jahr, dass die aktuell über 70 Livekonzerte wieder von allen besucht werden können: Es ist das einzige Festival dieser Art, dessen Eintritt frei ist.

Was die Bamberger dagegen mit vielen anderen gemeinsam haben: Das Festival ist ein Brückenschlag zwischen längst etablierten Stars und lokalen Newcomern. Ein Konzept, das aufgeht. „Musik und Kultur kann Menschen verbinden“, so Klaus Stieringer, Stadtmarketing-Chef, der vor einer Dekade maßgeblicher Initiator des Blues & Jazzfestivals war. „Wir wollen wieder ein außergewöhnliches Festival organisieren“, so Stieringer. Dass das gelingt, ist maßgeblich der Arbeit von Festivalleiter Volker Wrede zu verdanken. Jahr für Jahr sorgt er dafür, dass die Größen der Szene zwischen Kellerbier und New Orleans-Feeling in den schmucken Gassen der Weltkulturstadt und seines Landkreises aufschlagen. Immer dabei: Festival-Gesicht Tony Bulluck, der wie kein anderer das Festival verkörpert, eröffnet es am 4. August auch. Volker Wrede, künstlerischer Leiter, kommt aus dem Schwärmen nicht heraus und fachsimpelt über die auftretenden Künstler. „Bei ihr bekomme ich unweigerlich Gänsehaut, wenn sie singt,“ sagt er über Anna Mitchell, die am 10. August auf der Bühne am Gabelmann auftritt. Doch sie ist nicht die einzige, die musikalisch herausragendes verspricht. Ein Geheimtip: Stef Porzel. Das Bamberger Urgestein – er stammt aus Steinwiesen im Frankenwald – saß einst für die Spencer Davis-Group an den Drums, spielte Gitarre und sang auch, gilt als einer der gigantischsten oberfränkischen Musiker. „Das liegt mir ganz besonders am Herzen, dass er da ist“, meint auch Wrede, der nahezu jeden Tag einen uneingeschränkt als Headliner tauglichen Act an Land gezogen hat. Highlight-Potenzial hat dabei insbesondere der Auftritt von Brian Auger‘s Oblivion Express feat. Alex Ligertwood. Während Auger als einer der profiliertesten Jazz und Rock-Keyboarder der Gegenwart gilt, ist Ligertwood bekannt als die Stimme Carlos Santanas: 16 Jahre lang tourte der schottische Rocksänger an der Seite Santanas, spielte mehrere Alben mit ihm ein, die allesamt Top 40-Seller wurden.

Einzig eine Unbekannte herrscht vor: Das Wetter. „Hoffen wir, dass das auch noch passt“, so Andreas Schwarz, Mitglied des Bundestags und neben seiner Kollegin Emmi Zeulner, Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb einer von vier Schirmherren, am Rande der Pressekonferenz im malerischen Schloss Wernsdorf, das wie so viele andere Plätze im Fokus steht. Nicht nur musikalisch. Auch was die Patenschaft angeht. Das Projekt Zauberharfe der Schlossherren um Prof. Dr. Spindler ist das Partnerprojekt des Bamberger Blues & Jazzfestivals 2016. Brückenschläge zu sozialen Projekten statt Kommerz – ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Macher des Festivals. Auch zehn Jahre nach der Erstauflage.

 

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TUCHER Blues & Jazz Festival auf dem Maxplatz, Foto © Matthias Hoch
 

Andreas Bär
28.07.2016

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