25. Africa Festival Würzburg

30. Mai – 02. Juni

25. Africa Festival Würzburg

 Das ´International Afro Music Festival´ auf dem Talavera-Gelände in Würzburg feiert Jubiläum. Das Africa Festival besteht seit 1989 und ist das größte Festival für afrikanische Musik und Kultur in Europa. 370 Gruppen und Einzelkünstler aus 55 Ländern Afrikas und der Karibik sind bisher in Würzburg aufgetreten und haben rund zwei Millionen Besuchern den kulturellen Reichtum des afrikanischen Kontinents vor Augen und Ohren geführt. Auf Grund des großen Erfolges gibt es in Deutschland inzwischen verschiedene Kopien des Africa Festivals in unterschiedlicher Qualität. Um Verwechslungen zu vermeiden, hat das Würzburger Afro Project Team e.V. als Veranstalter den Namen und das Logo schützen lassen. Die tanzenden Figuren mit dem Namen Africa Festival garantieren auch 2013 hohe Qualität des Musik- und Rahmenprogramms. Kein geringerer als Manu Dibango hat daher die Schirmherrschaft für das Jubiläums-Festival übernommen. Natürlich wird er auch mit seiner Band beim Eröffnungskonzert auftreten. Mit weiteren Stars stehen die Veranstalter in aussichtsreichen Verhandlungen. Sie wollen aber gerade bei den Abendkonzerten im Zirkuszelt nicht nur verdiente und berühmte Musiker präsentieren, sondern auch junge Künstler vorstellen, die am Start einer aussichtsreichen Karriere stehen.?Neben den Konzerten wird es einen Basar mit Kunst- und Gebrauchsgegenständen, afrikanischen Speisen und Getränken, einen Handwerkermarkt, ein großes Kinderprogramm, eine offene Bühne, ein Late Night Programm mit DJs, Ausstellungen und das ARTE Kinozelt sowie ein neues Lounge-Zelt geben. Zu afrikanischen und karibischen ­Klängen kann im Havana Club gefeiert werden.

Stellvertretend für die vier Festivaltage wollen wir vier Headliner vorstellen. 

Am Donnerstag 30.05. ist dies: MANU DIBANGO?& SOUL MAKOSSA GANG

Der Saxofonist und Multiinstrumentalist Manu Dibango aus Kamerun gehört zu den bedeutendsten Musikern, die Afrika hervorgebracht hat. 1972 veröffentlichte Manu Dibango sein Album „Soul Makossa“, das aus einer Mischung aus afrikanischer Musik, Soul und Funk bestand und ihn besonders in der nordamerikanischen Soulszene zu einem Star werden ließ. Anlässlich seines 80. Geburtstages im Jahr 2013 macht Manu Dibango mit dem Programm „Hommage à Mali“, bei dem ihn Cheick Tidiane Seck, der berühmte malische Jazzmusiker, begleiten wird, beim Africa Festival Station. Manu Dibango ist und bleibt in der ganzen Musikwelt eine berühmte und geschätzte Persönlichkeit.

Am Freitag, 31.05. geht es dann weiter mit: 

SALIF KEITA -THE GOLDEN VOICE OF MALI

Der Sänger und Gitarrist aus Mali gehört zu den Pionieren der Weltmusik. Seine eindringlichen, oft lyrischen Lieder und seine magische Ausstrahlung auf der Bühne gehen unter die Haut. Salif Keita gelingt es mit seiner Musik in andere Sphären vorzustoßen und sein Publikum dahin mitzunehmen. Bei seinem letzten Auftritt in Würzburg im Jahr 2009 erhielt er den Africa Festival Award für sein Engagement für die Albinos in Afrika. Zum 25. Africa Festival wird er die Musik seiner brandneuen CD „Talé“ mitbringen. Sie steht unter dem Motto „Es darf getanzt werden!“ 

Auf diesen Star folgt am Samstag, 01.06. ein weiterer: YOUSSOU N‘DOUR - THE GOLDEN VOICE OF SENEGAL

Aufgrund der langjährigen Verbindung von Youssou N’Dour zum Africa Festival ist es uns gelungen, den Superstar aus dem  Senegal trotz seiner Ministerverpflichtungen zu einem Exklusivkonzert beim Jubiläumsfestival zu engagieren. Youssou N’Dour ist ganz unbestritten der afrikanische Superstar schlechthin. Auch unsere Besucher haben ihn im Online-Voting wieder auf Platz 1 ihrer Beliebtheitsskala gewählt. Nicht nur in seiner Heimat Senegal genießt er höchste Verehrung – weltweit wird er über seine Musik hinaus als engagierter Kämpfer für die Rechte Afrikas und im Kampf um Frieden, Freiheit und Demokratie hoch angesehen. Nach einjähriger Bühnenpause kehrt Youssou N’Dour zurück – musikalische Überraschungen sind nicht ausgeschlossen! 

Zuletzt gibt es am Sonntag, 02.06. einen anderen Höhepunkt zu erleben: 

ALPHA BLONDY?& SOLAR SYSTEM - AFRICA‘S REGGAE STAR NO. 1

Alpha Blondy ist nach dem Tod seines südafrikanischen Kollegen Lucky Dube die unumstrittene Nummer eins der afrikanischen Reggae-Szene. Der charismatische Sänger von der Elfenbeinküste ist neben Tiken Jah Fakoly der politisch engagierteste Prophet des Reggaes. Auch beim Africa Festival begeisterte er mit seinen fulminanten Bühnenshows schon mehrmals, was dazu führte, dass die Tickets immer schnell vergriffen waren. Zusammen mit seiner 12-köpfigen Band Solar System wird er die Musik seiner letzten CD „Vision“ sowie seine bekanntesten Songs „Cocody Rock”, „Jerusalem” und „Apartheid is Nazism” präsentieren.

Was die Offene Bühne des Africa Festivals angeht, möchte ich u.a. auf drei außergewöhnliche KünsterInnen hinweisen. Zunächst auf Fatoumata Diawara -DIVA FROM MALI am Donnerstag, 30.05. Bevor Fatoumata Diawara ihre Karriere als Sängerin begann, war sie in ihrer zweiten Heimat Mali (sie ist in der Elfenbeinküste geboren) bereits eine berühmte Tänzerin und (Film-)Schauspielerin. Bei einem Casting für die erste Sahel-Oper in Mali entdeckte die Musiker- und Produzentenlegende Cheikh Tidiane Seck ihr Gesangstalent. Ihre Musik, ein Mix aus Soul, Funk, Reggae und der traditionellen Musik Malis, nennt sie „Wassoulou Folk“. Beim Festival stellt sie die Songs ihrer ersten CD „Fatou“ vor.

Dann am Samstag, 01.06. auf Romi Anauel & the Soldiers of Ra - GLOBAL WORLDBEAT

Die ausdrucksstarke Sängerin und extravagante Tänzerin Romi Anauel wurde als Frontfrau der Weltmusik-Gruppe Terrakota bekannt. Die aus Angola stammende Sängerin verließ Terrakota nach 12 Jahren, um mit den Soldiers of Ra ihr erstes Soloalbum aufzunehmen. Darauf bietet sie einen abenteuerlichen Mix aus Soul und African Roots mit ghanaischem Highlife, Jazz, Reggae, Funk und afrokubanischen Klängen. Ein wilder Mix, den die elfköpfige Band zu einem atemberaubenden und hypnotischen eigenen Stil zusammenführt.

Und last but not least am So., 02.06. auf Uwe Banton -ROOTS REGGAE OUTTA GERMONEY

Das Urgestein der deutschen Roots Reggae Szene gibt sich die Ehre! Bereits in den achtziger Jahren toastete er in Clubs und begann 1992, mit verschiedenen Bands zu spielen. Sein aktuelles Album „Mental War“ verwöhnt mit wunderbaren Riddims und Lyrics auf höchstem Niveau, was nicht verwundert, da er hierfür die besten Musiker der Reggaeszene einlud (u.a. von Gentlemans Evolution Band, Feueralarm und Samy Deluxe). Über das Album sagt Uwe Banton selbst: „Auf meinem neuen Album „Mental War“ sind viele neue Songs enthalten, allerdings  enthält es mit „Education“ auch einen Song, der noch aus „Movements“-Zeiten stammt. Wir hatten den Song mit der Band damals bereits in einem Studio aufgenommen aber aus verschiedenen Gründen kam es nicht zu einer Veröffentlichung. Dieser Song liegt mir allerdings wegen seiner Botschaft sehr am Herzen und er ist auch über die Jahre in denen ich als Solo Künstler auftrete immer wieder Teil meines Live-Repertoires. Außer „Education“ gibt es z.B. noch den Song „Thought I‘d Let You Know“, den ich für das Berliner Label „Urban Tree Music“ eingesungen habe und den sie 2011 veröffentlicht haben. Und es gibt „No Control“, eine Combination mit Jahcoustix, das ist eine Produktion der französischen Band ‚Dub Inc.‘, ebenfalls seit 2011 draußen. Der Rest ist sozusagen in dem Zeitraum seit dem Release von „Rightful Place“ entstanden, der Grundstein zu den Combinations mit Mikey General und Luciano entstand bei meinem Jamaika-Aufenthalt 2009 und der Rest so nach und nach. Inhaltlich drehen sich die Texte um vielfältige Themen, die mich beschäftigen und inspiriert haben daraus einen Song entstehen zu lassen. Um es grob zusammen zu fassen, geht es um die Wertschätzung des Lebens, von Fleiß und Arbeit an sich, um Glaube und Vertrauen zu Gott, die Beschreibung der Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten dieser Welt wie Krieg und Unterdrückung und was wir dagegen unternehmen können. Aber es geht auch um angenehme und positive Themen wie Liebe und auch um Herb (Hanf, Cannabis). Alles in allem möchte ich bei all den Realitäten, die ich thematisiere einen positiven Aspekt darstellen, dass, wenn wir an das Gute glauben und unser Handeln danach ausrichten dazu beitragen können, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das ist meine tiefe Überzeugung.“

Als Special Guest wird er in Würzburg Jahcoustix mitbringen.

 

Karten & Info:

Donnerstag, 30. Mai 2013 

20:00 Uhr    Acoustic Africa  

22.00 Uhr    Manu Dibango & Soul

     Makossa Gang

   

Freitag, 31. Mai 2013

20.00 Uhr     Habib Koité & Bamada 

22:00 Uhr     Salif Keita

 

Samstag, 01. Juni 2013

20:00 Uhr     Nancy Vieira

22:00 Uhr     Youssou Ndour

Sonntag, 02. Juni 2013

20.00 Uhr     Jaqee

22.00 Uhr     Alpha Blondy & Solar

      System

Aufgrund der großen Nachfrage sollten sich Auswärtige Interessenten eine Dauerkarte sichern. Solange der Vorrat reicht.

Tickets unter: www.africafestival.org 

 

Frank Keil
04.04.2013

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