Paradies oder Parajenes

Ausstellung zum 10. Todestag von Mike Rose

Paradies oder Parajenes

 Mike Rose… wer sich darauf festlegen möchte, was dieser Mann war, der wird sich angesichts seines Lebenslaufes durchaus schwertun. Wir selbst wollten uns nicht festlegen, welchen Schwerpunkt wir dem 1932 in Niedersachsen geborenen und 2006 in Bamberg verstorbenen Multitalent zuordnen, hatte er doch zwar Medizin, Psychologie, Philosophie, Literatur und Kunstgeschichte studiert, dann aber, vermutlich seiner eigentlichen Leidenschaft, der Malerei, folgend, als Bühnenbildner gearbeitet und bereits vor seinem Abitur zu schreiben und zu malen begonnen. Wohl deshalb sah er sich selbst als „malender Poet“. Um unabhängig malen und schreiben zu können, studierte er nochmal Pädagogik und arbeitete danach als Lehrer. Sein Werk, das in ca. 200 Ausstellungen nahezu weltweit zu sehen war, bestand aus zunächst gegenständlichen, dann abstrakten Bildern, Collagen, Objekte und Plastiken. Zum 10. Todestag des Künstlers zeigt eine Ausstellung im Medienhaus Fränkischer Tag in Bamberg Arbeiten aus der Sammlung Rose und Haag.

Für Mike Rose bedeutete es das Paradies, tätig zu sein, zu malen, schreiben, denken und gelegentlich zu lieben. Einfach das zu tun, was er als Freiheit empfand. „Es blieb für mich nur der Weg, meinen Zeichen und meinem persönlichen Ductus zu folgen ...“ Ob „Zufallscollage“, multidimensionaler Raum, „emotionales“, Buchstaben- oder Zeichenbilder, sein künstlerischer Weg führte ihn zu immer neuen Ebenen – auch „surrealen“.

Paradies oder Parajenes, Ausstellung vom 15. September bis zum 20. Oktober 2016 im Medienhaus Fränkischer Tag, Gutenbergstraße 1, 96050 Bamberg. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7 bis 19 Uhr

 

Copyright Foto:
Mike Camargue, Foto © Karin Rose
 


28.07.2016

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