Schneeköniginnen, Weihnachtsgeister, Ochsen und Esel

Frankens Theaterbühnen läuten die Adventszeit ein

Schneeköniginnen, Weihnachtsgeister, Ochsen und Esel

 Die Tage werden kürzer, die Luft frostiger. Es gilt, die ersten Plätzchenrezepte auszuprobieren und Adventskränze zu basteln. Weihnachten rückt näher und zahlreiche Theater bieten Familien ein vergnügliches Programm zur Einstimmung auf die besinnlichste Zeit des Jahres.
 So interpretiert das Nürnberger Theater Mummpitz die biblische Weihnachtsgeschichte neu und macht Esel und Ochse zu Hauptfiguren der Erzählung. Im Stück „Ox und Esel“ ist der WG-Alltag der beiden Tiere zu sehen, der aus den Fugen gerät, als ein schreiendes Kind in ihrer Futterkrippe liegt. Während Ox Hunger hat und sich des ungebetenen Gastes entledigen will, versucht Esel, eine Lösung für die unerwartete Situation zu finden. Besucher ab 6 Jahren können diesem Weihnachtsspektakel vom 10. bis 22. Dezember täglich beiwohnen oder das Fest mit dem Heiligabend-Spezial um 14.30 Uhr einläuten.

Wem zur Weihnachtszeit der Sinn nicht nach amüsanten Dialogen pelziger Tiere, sondern nach Klassikern steht, sei das Weihnachtsmärchen des Landestheaters Coburg empfohlen. Hier feierte das von Andersens gleichnamiger Erzählung inspirierte Stück „Die Schneekönigin“ am 12. November Premiere und wird bis Mitte Januar aufgeführt. Am 15. ist schließlich das letzte Mal zu sehen, wie der kleine Kay durch einen Splitter im Herzen seinen Frohmut verliert und von der kaltherzigen Schneekönigin entführt wird. Doch natürlich lässt seine Freundin Gerda ihn nicht im Stich und macht sich in Begleitung tapferer Mitstreiter auf, Kay zu retten und ihm das Gefühl menschlicher Wärme wiederzugeben.

Ähnlich verhält es sich mit dem reichen, geizigen Griesgram Scrooge, der Weihnachten für Humbug hält und sein Leben an Gewinn und Rendite ausrichtet. „Wir müssen ihm helfen!“, beschließen da die Weihnachtsgeister und nehmen ihn mit auf eine Reise durch sein Leben. Diese führt an seiner ersten großen Liebe vorbei, an dem bescheidenen und anrührenden Weihnachtsessen eines Angestellten, endet auf einem Friedhof und verändert Scrooges Sichtweise auf das Leben. Die am 27. November Premiere feiernde und am 22. Dezember zum letzten Mal zu sehende Bühnenfassung von Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“ zeigt Zuschauern ab 6 Jahren auf spielerische Art und Weise, dass der wahre Geist der Weihnacht nicht aus Geld und teuren Geschenken, sondern aus Menschlichkeit und Liebe besteht.Gelungener als mit einem Besuch im Jungen Theater Hof in Bayreuth lässt sich die diesjährige Weihnachtssaison kaum beginnen.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

 

Copyright Foto:
Ox und Esel, Foto © Karin Rummel

Regina Littig
28.11.2016

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