Eine Bilderreise vom Okzident zum Orient

„Orientbilder. Fotografien 1850-1910“

Eine Bilderreise vom Okzident zum Orient

 Noch bis 23. April 2017 läuft in der Kunstsammlung der Städtischen Museen Jena eine Ausstellung mit Bildern aus 1000 und 1 Nacht. „Orientbilder. Fotografien 1850-1910“ will den Besucher in fremde Welten entführen und folgt damit dem Motto: „Jetzt erst recht“.

Denn wenn man die Geschichte der Orient-Fotografie betrachtet, die hier in gut 200 zwischen 1850 und 1910 entstandenen Aufnahmen aufgeblättert wird, so kann man die allmähliche Verfestigung der Bilder der Fremde, die doch so vertraut ist, verfolgen. Der Orient als noch immer mystischer Ort, inszeniert für die Augen und Phantasien des Okzidents, ist in der Kunstfotografie ortlos und auch zeitlos. Ein reines Reich der Bilder und Phantasmen, die den Blick auf das legen, wofür sich der abendländische Besucher besonders interessierte: das Fremde, das Exotische der Landschaft, Jahrtausende alte Monumente, die auf ewig ein Zauber zu umwehen scheint, die Menschen mit ihren Sitten und Gebräuchen. Für diese Museumsschau hätte man keinen besseren Zeitpunkt wählen können.

Die Ausstellung und der Katalog gehen zurück auf ein Projektseminar an der Universität Konstanz, das unter der Leitung von Bernd Stiegler und Felix Thürlemann im Sommersemester 2014 und Wintersemester 2014/15 stattfand.

Ausstellung „Orientbilder. Fotografien 1850-1910“ noch bis 23.04.2017 in der Kunstsammlung Jena, Di, Mi und Fr 10-17 Uhr, Do 15-22 Uhr, Sa und So 11-18 Uhr

 

Fotocredits:
Emile Béchard. Arabischer Maultiertreiber. um 1875. Albuminabzug. Privatsammlung

 


01.02.2017

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