Harmonischer Einstand, konstruktive Diskussion, einhellige Fürsprache

Bamberger Kultursenat beschließt herausragendes Maßnahmenpaket

Harmonischer Einstand, konstruktive Diskussion, einhellige Fürsprache

Es war ein äußerst harmonischer, konstruktiver Einstieg des neuen 2. Bürgermeisters und Kulturreferenten Dr. Christian Lange, am 24. Juli 2014, in der ersten Sitzungs des Kultursenats der Stadt Bamberg unter seinem Vorsitz.

 

Alleine im öffentlichen Teil mussten sich die „Senatoren“ mit nicht weniger als 17 Tagesordnungspunkten befassen, unter denen auch einige waren, die man durchaus als Weichenstellung für die Bamberger Kulturpolitik verstehen könnte.

 

Zugegeben, wir waren etwas überrascht. Wir haben eine gute, parteiübergreifende, harmonische Sitzung erlebt, bei der konstruktiv und sachlich diskutiert, aber auch darauf hingewiesen wurde, dass in einigen Bereichen in den letzten Jahren eine Art „Bewegungsarmut“ zu verzeichnen war. Ein neues Klima aber auch ein (neues) Niveau - man fühlte förmlich den frischen Wind durch den großen Sitzungssaal wehen. Und das Beste? Alles was zur Abstimmung stand wurde einstimmig, ohne eine einzige Gegenstimme, beschlossen. Na wenn das mal kein Konsens ist. Bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele der Beschlüsse, die ja vom Kultursenat in die Haushaltsberatungen weitergereicht werden, diese überstehen und damit Realität werden können. Immerhin sind ja einige dicke Brocken dabei, wie zum Beispiel eine gute, sechsstellige Summe für diverse Planungsaufträge (Kultur-, Schul-, Sport- und Managementplan Welterbe).

 

Auch das neue Kunststipendium für Künstler, die ihren Wohnsitz in Bamberg haben (6 Monate a´1.500 €), passierte das Plenum ohne Probleme. Damit, so kann man getrost sagen, wurde eine Lanze für Bamberger Künstler gebrochen. Die Ausschreibung für den/die erste(n) Stipendiaten kann erfolgen, sobald die Satzung für dieses Stipendium vom Stadtrat endgültig beschlossen wurde.

 

Alles in allem Entscheidungen, die, so es gelingen sollte, sie auch über die Haushaltsberatungen hinüber zu retten, den Kulturhaushalt unserer Welterbestadt deutlich steigern werden. Das macht Hoffnung und verspricht Positives.

 

Da Martin Köhl, der Leiter der VHS Bamberg, bei der Sitzung anwesend war, nutze Bürgermeister Dr. Lange die Gelegenheit, um sich bei ihm für sein langjähriges Engagement zu bedanken. Martin Köhl geht Ende September in den Ruhestand. Wir finden, trotz allen Dankes und Lobes, war dies ein wenig leise. Bei einem Leiter, der seine Institution so stark geprägt und entwickelt hat, wie das bei Martin Köhl der Fall war, wäre ausnahmsweise Mehr wirklich mal mehr gewesen. Bleibt zu hoffen, dass dies noch nachgeholt wird.

 

Copyright Foto: © lichtkunst.73 / pixelio.de

Ludwig Märthesheimer
04.08.2014

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