„Archivgutschutz“ und „Sicherung von Judenakten“ im Nationalsozialismus

Vortrag von Dr. Ina Schönwald

„Archivgutschutz“ und „Sicherung von Judenakten“ im Nationalsozialismus

 "Die Symbiose von Archiv und Heimatmuseum – „Archivgutschutz“ und „Sicherung von Judenakten“ im Nationalsozialismus als Freibrief zum Sammlungsaufbau der Heimatmuseen" lautet das Thema des Vortrags von Dr. Ina Schönwald, zu dem die Stadtarchivarin von Lauf a.d. Pegnitz am Sonnntag, 21.10.2018, 14 Uhr in den Sparkassensaal Schnaittach einlädt. Die Rolle der Archivare nach der nationalsozialistischen Machtübernahme war keine geringe und stand im besonderen Maß unter der Beobachtung der neuen Machthaber. Die Erwartungen des NS-Staats an eine besondere „Geschichtsbildung“ durch die explizit selektive Tätigkeit innerhalb des Aufgabenfeldes dieser Berufsgruppe bedarf einer genauen Beleuchtung. Mit dem Auftrag zur „Sicherung von Judenakten“ in Folge der Pogromnacht standen den nationalsozialistischen Befehlshabern und ihren Handlangern alle Möglichkeiten zur Arisierung jüdischer Archivalien und jüdischer Kulturgüter offen. Welche Bedeutung dies für die damals noch jungen heimatmusealen Sammlungen im Landkreis bedeutete, soll der Vortrag beleuchten.

 

Fotocredits:

Symbolbild Archiv © Pixabay.com

 

pm/red
11.10.2018

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