Glaskunst in Fürth

Susan Liebold in der Galerie Seeling

Glaskunst in Fürth

Seit anderthalb Dekaden macht sich in der Fürther Mathildenstraße Sibylle Seeling in ihrer Galerie für zeitgenössische Kunst stark. Der Schwerpunkt liegt auf Malerei und Skulptur, doch unternimmt die Galerie Seeling bisweilen auch Ausflüge in andere Richtungen. Vom 6. bis zum 13. November werden Arbeiten aus der Glaswerkstatt von Susan Liebold präsentiert, die sich, wie die Galeristin mitteilt, durch ihre Ausdrucksstärke und Professionalität auszeichnen.

 

Bei einer Künstlerin, die an der renommierten Kunsthochschule Halle auf Burg Giebichenstein studiert hat, darf das weiter nicht wundern. Liebold, 1977 in Neuhaus am Rennweg geboren, lebt und arbeitet in einem ehemaligen Glaswerk inmitten des Thüringer Waldes bei Sonneberg, das heute als Atelier, Café und Galerie genutzt wird. Die umliegende Natur, der Wald (tatsächlich hat die Liebold einmal für besondere Orte in einem urtümlichen Wald in der Schweiz Glas-Licht-Installationen gefertigt) aber auch die Tiefsee inspirieren Liebold zu ihren zart-filigranen Gebilden, mit denen sie in diesem Frühjahr auch beim Coburger Glaspreis vertreten war.

 

Liebolds Arbeiten erinnern häufig an Pilze, dann an Quallen oder Algen, an gebündelte Äste. Aus Glas, versteht sich. Und dieses Glas erscheint in einem geheimnisvollen Licht, was den Werken einen zusätzlichen Zauber verleiht. Liebold hat auch an internationalen Ausstellungen teilgenommen, war zum Beispiel in Estland und in Finnland, auch in Dänemark. Mehrfach war sie Artist-in-residence im größten Glasmuseum der USA, das in Corning, New York, beheimatet ist.

 

Copyright Foto: © Susan Liebold

Jürgen Gräßer
01.10.2014

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