Orgel-Interpretationswettbewerb um den Johann-Pachelbel-Preis

Veränderungen bei der Internationalen Orgelwoche Nürnberg

Orgel-Interpretationswettbewerb um den Johann-Pachelbel-Preis

 Der Internationale Orgel-Interpretationswettbewerb um den Johann-Pachelbel-Preis der Tucher‘schen Kulturstiftung ist ein zentraler Bestandteil der ION – Musica Sacra zur Förderung junger, hochtalentierter Nachwuchsorganisten. Er findet in einem Zwei-Jahres-Turnus statt – das nächste Mal vom 18. bis 27. Juni 2015. Am Mittwoch, 10. Dezember 2014, wird die Ausschreibung veröffentlicht. Teilnehmen können Organisten jeder Nationalität, die am oder nach dem 27. Juni 1985 geboren sind. Die Anmeldung muss auf dem dafür vorgesehenen Formular auf www.ion-musica-sacra.de/wettbewerb bis zum 22. Februar 2015 erfolgt sein.

 

Der traditionsreiche Orgelwettbewerb der ION verfolgt den seit 2011 eingeschlagenen Weg eines möglichst umfassenden Blickes auf die Orgel konsequent weiter. In drei öffentlichen Runden an Orgeln in Ansbach und Nürnberg werden die Teilnehmer Orgelwerke von u.a. Reger, Bach und Mendelssohn Bartholdy interpretieren und um die Gunst der Jury unter dem Vorsitz von Christoph Bossert wetteifern. Die Tucher’sche Kulturstiftung hat wieder drei Geldpreise von €3.000, €2.000 und €1.000 ausgelobt. Der Bayerische Rundfunk – Studio Franken stellt dem 1. Preisträger eine Rundfunkproduktion an einer Orgel in der Metropolregion Nürnberg in Aussicht. Das Label »Spektral« veröffentlicht diesen Mitschnitt dann auf CD. Veranstalter im In- und Ausland haben der ION ihre Bereitschaft signalisiert, die Preisträger des Wettbewerbs zu Konzerten einzuladen. Zu bereits verbindlichen Engagements gehören Konzerte bei der 41. Bachwoche Ansbach, in der Konstantinbasilika in Trier und in Neuwied.

 

Im Jahr 2015 treten einige grundlegende Veränderungen in Kraft: Das Leitungsteam der ION hat sich entschlossen, der künstlerischen Präsentation vor Publikum den Vorzug zu geben: Wurden die Wertungsspiele in allen Runden bisher anonym ausgetragen, präsentieren sich die Teilnehmer nun von Anfang an öffentlich vor Publikum in verschiedenen Konzertkontexten. Weiterhin ist erstmals eine Gruppe von Juroren über den Zeitraum von insgesamt sechs Jahren von 2015 bis 2020 eingeladen worden. Den Vorsitz hat Christoph Bossert (Preisträger des Wettbewerbs 1979). Weitere Mitglieder der internationalen Jury sind László Fassang (Ungarn), Gregory Hand (USA), Rie Hiroe (Japan, Gewinnerin des Wettbewerbs von 1994), Vita Kalnciema (Lettland) und Louis Robilliard (Frankreich). In den Jahren zwischen Wettbewerben werden sich die Juroren in Solokonzerten im Rahmen der ION vorstellen und sich parallel dazu zu Arbeitstreffen an historischen Instrumenten Süddeutschlands zusammenfinden, um Fragen der süddeutschen Orgelliteratur und deren Interpretation und klanglicher Realisierung zu erarbeiten.

 

Den Internationalen Orgel-Interpretationswettbewerb um den Johann-Pachelbel-Preis gibt es seit 1968. Frühere Preisträger sind u.a. so renommierte Organisten wie Michael Radulescu, Jon Laukvik, Ludger Lohmann, Harald Feller und Martin Schmeding.

 

Die Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra (ION) ist das wohl älteste Festival für Geistliche Musik in Europa, wenn nicht sogar weltweit. Sie gehört zu den kulturellen Highlights der Metropolregion Nürnberg und strahlt weit über ihre Grenzen hinaus. 2013 hat Folkert Uhde, Berliner Konzertdramaturg, Produzent, Kulturmanager und Gründer des Berliner Kultur- und Veranstaltungshauses RADIALSYSTEM V, die Künstlerische Leitung der ION übernommen.

 

Die 64. ION findet vom 19. bis 28. Juni 2015 statt.

Weitere Infos im Netz:

www.ion-musica-sacra.de und www.facebook.com/ion.nurnberg

 

 

Foto © Internationale Orgelwoche Nürnberg


15.12.2014

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