Konzerte im Dientzenhofer-Saal

Lehrkräfte der Musikschule Bamberg spielen auf

Konzerte im Dientzenhofer-Saal

 Der Umzug der Städtischen Musikschule Bamberg von der Luitpoldstraße hinauf nach St. Getreu hat etliche Veränderungen mit sich gebracht. Dazu zählt auch eine neue Konzertreihe im Dientzenhofer-Saal. Lehrkräfte, Musikstudenten, aber auch derzeitige und ehemalige Schüler sowie Gäste aus nah und fern gestalten die Konzerte im Gewölbesaal, der sich im Erdgeschoss der ehemaligen Propstei befindet, über eine ausgezeichnete Akustik verfügt und neunzig Besuchern Platz bietet. Seinen Namen trägt er in Erinnerung an den Architekten der Propstei, Justus Heinrich Dientzenhofer (1702 in Fulda geboren, verstorben in Bamberg 1744).

 

Eröffnet wurde die Reihe im Januar von dem Holzbläserquintett der Bamberger Symphoniker. Es folgten Schuberts „Schöne Müllerin“ und Jazz mit einem jungen Münchner Trio. Am 24. April werden, von 19 Uhr an, die Geigerin Valerie Rubin – sie hat an der Musikhochschule Nürnberg eine Professur für Violine und Kammermusik inne – und der Gitarrist Klaus Jäckle Kompositionen von Tartini, Paganini, Kreisler, Piazzolla und Ravel zu Gehör bringen. Das Dientzenhofer-Ensemble unter Leitung von Jürgen Roeder (er unterrichtet Violoncello und ist Mitarbeiter der Schulleitung) musiziert am 10. Mai um 17 Uhr Werke von Mozart, Vivaldi und anderen. Mit einem Streifzug durch Oper und Operette sind am 19. Juni von 19 Uhr an der Tenor Peter Roux und Beate Roux, Klavier, zu Gast.

 

„Musik um 1730 I“ lautet das Motto am 20. Juni, das am 17. Oktober sein Pendant findet. Die Geigerin Birgit Hablitzel und die Pianistin Beate Zeuschner spielen am 21. Juni Werke von Grieg, Mozart und Prokofjew. Am 12. Juli kommen Studierende von Valerie Rubins Geigenklasse in den Dientzenhofer-Saal und präsentieren „Die schönsten Stücke für Violine“. Klaviermusik aus der Türkei wird am 25. September Burcin Sel-Mumcuoglu interpretieren, während Natalia Solotych am 12. November ein Doppel-Rezital an Cembalo und Klavier geben wird.

 

Das Schlagzeug-Duo Sarah Rempe und Felix Uttenreuther (beide studieren inzwischen an der Musikhochschule Nürnberg) werden sich am 22. November – Benjamin Brittens Todestag – mit einer tollen Mischung aus Rhythmus und Melos, aus virtuosem Spiel und Klang in Szene setzen. Den Abschluss der abwechslungsreichen Konzertreihe macht am 17. Dezember der Kontrabassist Christian Hellwich. „(S)bass zum Advent“ ist der Abend mit dem ungemein umtriebigen Hellwich betitelt, der Freunde eingeladen hat, mit ihm zu musizieren. Das wird sich gewiss hören lassen. Der Eintritt zu allen Konzerten ist im Übrigen frei, und an eine Weiterführung der Reihe ist gedacht.

 

Copyright Fotos:

 

Dientzenhofer-Saal, Foto © Gerhard Hagen

 

 

Christian Hellwich, Foto © privat

Jürgen Gräßer
24.03.2015

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