Kunst und Ambiente

Einladung zur Coburger Sommerakademie

Kunst und Ambiente

 Mit einer geballten Dosis Kunst und Kultur an ganz besonderen Orten verspricht die Sommerakademie Coburg 2015 aufzuwarten. Geboten werden neben einer Ausstellung im Pavillon des Kunstvereins am Hofgarten (9. Mai bis 7. Juni), die Arbeiten von Dozenten wie Teilnehmern des vergangenen Jahres zeigt, Seminare und Workshops. Zu diesen werden anerkannte Lehrkräfte erwartet, die zum Teil aus ganz Deutschland in die Vestestadt kommen werden. Die Akademisten arbeiten nicht nur in Werkräumen, sondern auch in Museen, auf öffentlichen Plätzen, in idyllischen Gärten und Ateliers.

 

Am 10. Mai bietet Karin Ellmer – sie ist Leiterin des Freien Zeichenzirkels Coburg – Anfängern und Wiedereinsteigern die Chance, ihre kreative Ader fließen zu lassen. Am 6. und 7. Juni stellt Alexandra Völker aus Hamm die Technik der Manga und Anime vor, der japanischen Comics und Zeichentrickfilme. Ebenfalls an diesem ersten Juniwochenende dürfen sich Interessierte im Thieracher Garten unter Anleitung der Nürnbergerin Gertrud Aumayer in die Kunst des Aquarellierens einführen lassen. Neue Bahnen begeht die Sommerakademie am 13. und 14. Juni mit einem Tanzworkshop unter dem Choreographen und Tänzer Paolo Fossa, den man beispielsweise von seiner Arbeit am Gärtnerplatztheater her kennt. Bei Fossa stehen zeitgenössischer Tanz und Improvisation im Fokus; sollte der Kurs ein positives Echo finden, denkt man in Coburg an eine Fortsetzung (und an eine Erweiterung, etwa in Richtung Musik).

 

Zu den weiteren Angeboten zählt die Naturfotografie (mit Marcus Sonntag, 20. und 21. Juni), das Gestalten mit textilen Mosaiksteinchen (Monika Pohl, 26. bis 28. Juni), das Fertigen von Schmuck (Silke Borowski-Hack, 4. und 5. Juli) und, gleich zweimal, die experimentale Malerei mit Acrylfarben (in den Werkstätten von Gerd Kanz in Untermerzbach, am 15. und 16. sowie am 22. und 23. August), um nur einige anzuführen. Mit speziellen Workshops unter der Rubrik „Junge Akademie“ will man gezielt den Nachwuchs motivieren. Manche gelten als Mappenkurse und sind auf junge Talente zugeschnitten, die ihre Bewerbungsunterlagen für Kunstakademien und –hochschulen vervollständigen möchten.

 

Das sogenannte „Atelier auf Zeit“ präsentiert sich in einem Bauwagen, ist mithin mobil. Es soll vom 30. Mai bis zum 7. Juni die spontane und unkomplizierte Begegnung von Kunstschaffenden und Kunstinteressierten, von Bürgern wie Gästen, ermöglichen. Den Anfang macht ein Duo – der Maler Mark Krause und der Pianist Olaf Pilz präsentieren sich in der Performance „Live is live – Malerei und Musik“. Zum Finale am 6. und am 7. Juni wird Peter Schoppel aus Gundelsheim beim freien, informellen Malen und konzeptionellen Arbeiten auf Leinwand Passanten mit einbeziehen. Vielleicht sogar, wer weiß, Paare und Passanten (vergleiche Botho Strauß, München: Hanser, 1981).

 

Copyright Fotos:

 

Einige Impressionen von der Sommerakademie in Coburg, Fotos © Sommerakademie Coburg

Jürgen Gräßer
01.04.2015

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