22 neue Stolpersteine gegen das Vergessen

Gunter Demnig kommt nach Bamberg

22 neue Stolpersteine gegen das Vergessen

Dass Erinnerung und Mahnung Not tut, insbesondere in der heutigen Zeit, in der man sich nur noch ungern mit der Vergangenheit auseinandersetzen möchte und lieber in die Zukunft schaut, das haben wir schon in einem Artikel in der Ausgabe Nummer 9 beschrieben. Ein Baustein in diesem "Erinnerungsmosaik" ist die Aktion "Stolpersteine gegen das Vergessen" des Berliner Künstlers Gunter Demnig, der diese Aktion bundes-, ja sogar europaweit seit Jahren durchführt, in Bamberg gemeinsam mit der Willy-Aron-Gesellschaft. Am Freitag, dem 29. Mai, ist es mal wieder soweit. Ab 9 Uhr verlegt die Willy-Aron-Gesellschaft in Bamberg gemeinsam mit Gunter Demnig 22 weitere „Stolpersteine gegen das Vergessen“ zur Erinnerung an Opfer der Nationalsozialisten.

 

Hier der voraussichtliche Zeitplan:

 

09:00 Uhr -       Hainstraße 4, für: Anna Fischel, Lilly und Max Pretzfelder

09:15 Uhr -       Hainstraße 9, für: David und Helene Herrmann

09:30 Uhr -       Zinkenwörth 17, für Hans H. Sommer

09:40 Uhr -       Zinkenwörth 35, für Albert, Sofie und Ruth Weil

10:00 Uhr -       Austraße 21, für Adolf und Rosa Forchheimer

10:15 Uhr -       Markushaus, Markusplatz 3, für Nathan G. und Suse Kahn

10:45 Uhr -       Herzog-Max-Str. 13, für Leo, Rosa und Jakob Ansbacher

11:00 Uhr -       Friedrichstraße 6, für Frieda Rehbock

11:30 Uhr -       Untere Königstraße 2, für David T. und Lea Königsbuch

11:40 Uhr -       Luitpoldstraße 16, für Babette Bernet

11:50 Uhr -       Luitpoldstraße 40, für Maria Bickart

12:00 Uhr -       Luitpoldstraße 48, für Herrmann Dorn

 

Gäste und insbesondere "Steinsponsoren"sind bei den Verlegungen herzlich willkommen. Dabei bietet es sich an, bereits zum ersten Termin um 9:00 Uhr in die Hainstraße zu kommen, da die weiteren Termine aufgrund der Eigendynamik der „Stolperstein“-Verlegungen nur ungefähr angegeben werden können.

 

Und wer auch einmal einen Stolperstein verlegen lassen möchte, der kann sich einfach an die Willy-Aron-Gesellschaft wenden (www.willy-aron.de).

 

Copyright Foto: © Kerstin Werner

 

Ludwig Märthesheimer
27.05.2015

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