Jan Albers im Kunstpalais Erlangen

„cOlOny cOlOr” noch bis September

Jan Albers im Kunstpalais Erlangen

Mit Wuppertal verbunden sind so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Horst Tappert, wie Hans Günter Winkler, Else Lasker-Schüler, Pina Bausch, Peter Gülke und Tom Tykwer, Michael Zeller und Peter Ka, der fiktive, fünfunddreißig Jahre alte Lyriker aus Hanns-Josef Ortheils jüngstem Roman, „Rom, Villa Massimo“ (der zu großen Teilen auch von bildender Kunst handelt und den wir auf unserer Lese- und Hörstoffseite vorstellen). Aus Wuppertal gebürtig sind aber auch zwei bedeutende Künstler der jüngeren Generation, zum einen der früh verstorbene Andreas Junge, zum anderen Jan Albers. Beide studierten an der Kunstakademie Düsseldorf, Junge bei A. R. Penck, Albers unter anderem bei Jan Dibbets. Mit der Stadt im Bergischen Land verbunden ist auch Jan Albers Ausstellung „cOlOny cOlOr”, die noch bis zum 6. September im Erlanger Palais Stutterheim gezeigt wird, denn sie entstand in Zusammenarbeit mit der Von der Heydt-Kunsthalle in Wuppertal, wo sie bis Ende Juni zu sehen war.

 

Die durch die Großschreibung des „O“ im Ausstellungstitel zwei Brillen (ver-)bergende Bilderschau – womöglich eine versteckte Aufforderung, genau hinzusehen – versammelt überwiegend jüngere, aus den vergangenen drei, vier Jahren stammende Arbeiten. Albers nennt sein Ausstellungskonzept einen (dynamisch aufgeladenen) „parcOurs mOrtale“, der den Betrachter in die Ausstellung hineinsaugen soll. Albers spielt mit dem Raum, denkt ihn mit, lässt seine Arbeiten, reliefartige Wandobjekte, auf die Umgebung, oder die Umgebung auf die Arbeiten, reagieren. Fotografien von Metropolen, Landschaften oder Naturphänomenen, die durch Albers‘ Interesse an Strukturen und Oberflächen die Wandobjekte zu spiegeln scheinen, ergänzen die Bilderschau.

 

Copyright Foto: feedme, 2011 (Ausschnitt), Blattgold, Acryl, Keramik & Kupfer auf Papier 270 x 180 cm Sammlung Philara

Jürgen Gräßer
27.07.2015

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