Sonderausstellung im Porzellanikon

Europäische Lebensart – Keramik vom Barock bis heute

Sonderausstellung im Porzellanikon

Merkwürdig wenig ist, knappe zehn Tage vor ihrem Beginn, zu erfahren über die demnächst anstehende Sonderausstellung im Porzellanikon Selb (beziehungsweise Hohenberg an der Eger), dem Staatlichen Museum für Porzellan. Immerhin so viel scheint bereits festzustehen, dass sie, aber man weiß ja nie, vom 1. August bis in die Mitte des Septembers hinein laufen und unter dem Titel „Europäische Lebensart – Keramik vom Barock bis heute“ firmieren soll. Es handelt sich hierbei um eine Kooperation im Rahmen des europäischen Projekts „Ceramics and its Dimensions“ mit zwei Dutzend Partnern – darunter die Kunsthochschule Berlin-Weißensee, das Eesti Tarbekunsti- ja Disainimuuseum in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, sowie das Museo Nacional de Cerámica y de las Artes Suntuarias González Martí in Valencia – aus unterschiedlichen Ländern.

 

Dieses Projekt hat sich auf die Fahnen geschrieben, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verbinden. Ein sehr wichtiger Teil des Unterfangens ist die vom Museo Internazionale delle Ceramiche im norditalienischen Faenza (etymologisch geht, über das Französische, das Wort „Fayance“ auf die in der Emilia-Romagna gelegene Stadt zurück) organisierte Ausstellung „Europäische Lebensart – Keramik vom Barock bis heute“. Die Ausstellung, heißt es, thematisiere, wie Keramik in den verschiedenen europäischen Lebensarten zum Einsatz kam und welche technischen Entwicklungen das Material durchmachte: von der weiß glasierten Fayance nämlich über das nacherfundene europäische Porzellan, die „creamware“ aus England bis hin schließlich zum modernen Design. Die Wanderausstellung wird in weiteren sechs Städten auf dem europäischen Kontinent zu sehen sein.

Jürgen Gräßer
27.07.2015

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