Mondlicht, Magnolien und Mitwisser

Was die fränkischen Theater im Frühling so auf die Bühne zu wuchten gedenken

Mondlicht, Magnolien und Mitwisser

Schauspiel/Sprechtheater

Im Theater Ansbach wird es im Zeitraum April/Mai eine Premiere geben: Am 11. Mai kommt Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ auf die Bühne. Louis Villinger inszeniert das ewig aktuelle „Lehrstück ohne Lehre“ aus dem Jahre 1958. Lessings „Nathan der Weise“ in der Neuinszenierung von Susanne Schulz und bereits eingeführte Produktionen wie „Der Kuss der Spinnenfrau“, „Der Kontrabass“, „Mein Freund Kurt“ oder „Malala – Ein starkes Mädchen“ werden fortgesetzt.

Am ETA-Hoffmann-Theater Bamberg ist nach dem Ende März präsentierten neuen „Hamlet“ erst einmal Premierenpause im April. Im Mai geht es aber weiter mit dem im Jahr des Mauerfalls uraufgeführten Stück „Die Zeit und das Zimmer“ von Botho Strauß, in dem es um Momente des Begegnens, des Treffens geht. Intendantin Sibylle Broll-Pape inszeniert selbst, Premiere ist am 17. Mai im großen Haus. Eine Woche später geht es im Studio in „Mitwisser“, einem Stück der jungen Autorin Enis Maci, um handfestere Dinge, nämlich um Gewalt und Verbrechen. Der Fokus liegt aber weniger auf der Tat oder den Tätern, sondern auf den Mitwissern. Drei Kriminalfälle aus ganz unterschiedlichen Gegenden der Welt stehen im Zentrum dieser Kartografie einer verrohenden Welt. Die Regie besorgt Elsa-Sophie Jach, Premiere ist am 24. Mai.

Das Landestheater Coburg pflegt im Zeitraum April/Mai sein Schauspielrepertoire, u.a. natürlich mit „Forgotten Things“, dem seit 29. März präsentierten Projekt frei nach Felicia Zellers „Meine Mutter war einundsiebzig und die Spätzle waren im Feuer in Haft“. Thema ist der Alltag von drei Senioren in einer Altersresidenz und damit zwangsläufig auch der Wert von Menschen, die in einer leistungsorientierten Gesellschaft nichts mehr beitragen können.

Am Landestheater Dinkelsbühl besteht am 6. April die letzte Gelegenheit, sich in Beziehungsfragen beraten zu lassen: „Suche impotenten Mann fürs Leben“ wird als Zusatzvorstellung geboten. Ende Mai startet dann das Sommerstück in der überdachten Freilichtbühne am Wehrgang: „Sommer, Sonne, 79“ lässt das Ende der 70er Jahre mit Schlagern, Ironie und Humor wieder auferstehen. Termine ab 29. Mai.

Das Markgrafentheater Erlangen, voll beschäftigt mit seinem 300-jährigen Jubiläum, bietet ab 12. April ein „Machtspiel“ unter dem Titel „Oleanna“ an. In dem Stück von David Mamet geht es um Worte, also um Sprachliches, und die Macht, die sich auf ungute Weise damit verbinden kann. „Oleanna“ beleuchtet auf kluge Weise, wie einstmals aufklärerische Diskurse sich radikalisieren und die Wahrheit auf dem Altar der Empörung geopfert wird. Am 3. Mai wird eine Live-Film-Inszenierung von George Orwells „Farm der Tiere“ gezeigt, tags drauf die Premiere von „Femdom“, einem Manifest einer neuen Weiblichkeit von Mathilde Lehmann, die damit das Gewinnerkonzept des Regienachwuchs-Wettbewerbs lieferte. Noch einen Tag später findet dann der Erlanger Kultursonntag statt, der dieses Festwochenende anlässlich des Jubiläums unter dem Motto „Zähl bis 300!“ beendet.

Beim Stadttheater Fürth dreht sich vom 3. bis 6. April in einem vom Theater Schloss Maßbach präsentierten Stück alles um den Traum von der totalen Freiheit: „Die Netzwelt“. Mike Bartletts Schauspiel „King Charles III“ wird vom Metropoltheater München am 10./11. April gezeigt. Darin geht es um das Gebaren der englischen Royals nach dem Tod von Königin Elisabeth II. An den Tonfilm-Klassiker „Die Drei von der Tankstelle“ erinnert das gleichnamige Schauspiel, das am 27./28. April in Fürth aufgeführt wird. Eine Eigenproduktion des Stadttheaters hat am 4. Mai Premiere: „Für immer schön“, ein Schauspiel von Noah Haidle, in dem es um den amerikanischen Traum geht und seine Metamorphose zu einem Albtraum. Das 2017 in Mannheim uraufgeführte Stück wird von Maik Priebe inszeniert. Termine gibt’s bis zum 12. Mai. Eine Wiederaufnahme von „Bist Eulen…“ findet am 15. Mai statt.

Mit zwei Komödien wartet das Theater Hof im Mai auf. Zunächst wird Ken Ludwigs heißblütiges Stück „Das Geheimnis der drei Tenöre“ geboten. Karsten Engelhardt inszeniert die im Paris der 30er Jahre spielende Komödie um Starsänger, ihre Ehefrauen und ihre Liebschaften (Premiere am 17. Mai). Nur zwei Tage später wird mit der Boulevard-Komödie „Mondlicht und Magnolien“ von Ron Hutchinson eine Hommage an die Traumfabrik Hollywood präsentiert. Jasmin Sarah Zamani inszeniert diese knallkomische Studie über Männer im Stress.

Im Theater Schloss Maßbach starten am 26. April im Format „Intimes Theater“ die Vorstellungen von „Barfuß im Park“, der charmanten, turbulenten und vor Wortwitz sprühenden Komödie von Neil Simon. Regie führt Susanne Pfeiffer. Das Stück gastiert anschließend in weiten Teilen Frankens, kehrt aber regelmäßig nach Schloss Maßbach zurück. Ab 3. Mai folgt „Nachtblind“, ein Theaterstück für Jugendliche, in dem es um Gewalt in Beziehungen und das Ringen um Selbstbestimmung geht. Regie führt Julika Kren.

Das Staatstheater Nürnberg plant ab dem 5. April eine „Essayperformance“, in der es um die Wirkung von ritualisierten Leibesübungen geht. Die künstlerische Forschungsgesellschaft „Hauptaktion“ setzt sich damit auseinander und bedient sich dabei textlicher, performativer und tänzerischer Mittel. Ein Kontrastprogramm wartet auf die Theaterfreunde am 10. Mai, wenn Georges Feydeaus Komödie „Herzliches Beileid“ und Samuel Becketts „Glückliche Tage“ sich zu einem Abend verbinden. Starregisseur Dieter Dorn hat sich diese außergewöhnliche Kombination ausgedacht. 

Beim Theater der Stadt Schweinfurt beginnt der April mit den 28. Schweinfurter Puppenspieltagen (siehe auch Leitartikel S.1 f.). Neun Figurentheaterstücke in dreizehn Vorstellungen sind zu sehen. Danach überwiegen musikalische Produktionen. Am 8./9. Mai gastiert das Theater Schloss Maßbach mit „Nachtblind“ (s.o.). Am 12. Mai kommt die visuelle Theatertruppe „Les Musiciens du Silence“ aus der Schweiz mit „Mummenschanz“ nach Schweinfurt, einem zeitgenössischen Maskentheater ohne gesprochenes Wort. Der auch in Fürth gastierende Tonfilm-Klassiker „Die Drei von der Tankstelle“ wird vom 14. bis 17. Mai geboten. Clownesk wird es am 21./22. Mai, wenn Roberto Ciulli und Matthias Flake ihr komisch-musikalisches Unternehmen „Clowns 2 ½“ vorstellen.

Das Programm des Rosenthal-Theaters Selb ist so diversifiziert, dass wir hier gerne eine Mischung verschiedener Veranstaltungen erwähnen. So gastiert Andreas Rebers, der Träger aller repräsentativen Kleinkunstpreise und Ex-Lach-und-Schießgesellschafter mit seinem neuen Programm unter dem Titel „Ich helfe gern“ am 5. April in Selb. Musical-Spaß für Jung und Alt zum Mitmachen verspricht „Connis Schul-Musical“ am 9. Mai. Ein Schauspiel mit Musik, nämlich Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“, wird am 16. Mai geboten.

Am Mainfrankentheater Würzburg hat am 4. April „Sisiphos auf Silvaner“ von Gerasimos Bekas Premiere, ein Stück, das die Geschichten aufgreift und weiterspinnt, die Würzburg zu bieten hat. Die Regie besorgt Albrecht Schroeder. Im Efeuhof des Rathauses wird ab 23. Mai „The Black Rider“ geboten, ein auf der Volkssage vom „Freischütz“ beruhendes Stück, für das Regielegende Robert Wilson den Autor William S. Burroughs und für die Musik die Rocklegende Tom Waits gewinnen konnte.

 

Musiktheater I: Oper

Das Landestheater Coburg lässt nach der am 30. März gebotenen Premiere von Paul Hindemiths lustiger Oper „Neues vom Tage“ gleich am 2. April Sergej Prokofjews Märchenoper „Peter und der Wolf“ folgen. Niklaus Scheibli erzählt die Geschichte, und das Philharmonische Orchester wird den bösen Wolf, die Katze, die Ente und den Vogel musikalisch mimen. Es dirigiert Roland Fister.

Im Stadttheater Fürth wird am 13. April die Neuinszenierung von Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“ gezeigt, die erst kürzlich am Landestheater Coburg Premiere hatte. Es dirigiert GMD Roland Kluttig.

Am Theater Hof ist nach der Präsentation der beiden Kammeropern „Schattenspiele“ von Hans Gefors (die im April noch zweimal gezeigt werden) im Opernbereich erst einmal Pause, doch man darf sich schon jetzt auf Puccinis „Madame Butterfly“ freuen, die im Juni vorgestellt wird.

Das Staatstheater Nürnberg bringt ab 25. Mai den einzigen Beitrag dieser Saison zu Richard Wagners Opernwerk auf die Bühne: mit „Lohengrin“, der Romantischen Oper um den rätselvollen Ritter. Die Regie liegt in den Händen von David Herrmann, die musikalische Leitung in jenen der GMD Joana Mallwitz. Die Inszenierung ist dem Bayerischen Rundfunk eine Live-Übertragung der Premiere wert.

Am Theater der Stadt Schweinfurt wird am 29. April das „andere Opernerlebnis“ geboten, doch wir rubrizieren „Rock me Hamlet“ lieber unter der Gattung Musical (s.u.).

Das Mainfrankentheater Würzburg präsentiert nach Adrian Siebers „Siegfried, der kleine Drachentöter“, einer Kinderoper, nun die große Fassung vom Drama um Siegfried, die Walküren, die Götter und die Nibelungen: Richard Wagners „Götterdämmerung“ in einer Inszenierung von Tomo Sugao. Premiere ist am 26. Mai, die musikalische Leitung hat GMD Enrico Calesso.

 

Musiktheater II: Operette und Musical

Dass am ETA-Hoffmann-Theater Bamberg mit Ralph Benatzkys Operette „Im weißen Rössl“ im Dezember wieder mal ein Klassiker des Unterhaltungstheaters vorbeischaute, hat die Freunde der leichteren Muse gefreut. Wer die sehenswerte Produktion noch nicht erleben konnte, hat dazu am 30. April Gelegenheit.

Das Landestheater Coburg präsentiert ab 5. Mai mit Eduard Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“ einen Evergreen des Operettengenres, in dem es vor allem um die lästige Verwandtschaft geht, die man „am liebsten nur von hinten sieht“. Jörg Behr inszeniert das Stück mit seinem feinen Humor und ausgefeilter Personenregie, Roland Fister obliegt die musikalische Leitung.

Im Markgrafentheater Erlangen gastiert die Kammeroper München mit ihrer Version von „Charleys Tante“, einer Operette nach dem Lustspiel von Brandon Thomas und mit der Musik von Ernst Fischer. Regie, Buch und Gesangstext: Dominik Wilgenbus. 

Am Stadttheater Fürth machen Operette und Musical nach dem fulminanten Erfolg von „Little me“ erst einmal Pause. Auf die „Fledermaus“ muss man bis Juli warten.

Das Theater Hof stellt am 27. April Cole Porters unsterbliches Musical „Kiss me, Kate“ in einer Inszenierung Kurt Schrepfers vor, der auch für die Choreographie verantwortlich zeichnet. Der auf Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ zurückgehende Broadway-Klassiker wird sicherlich ein großes Bühnenspektakel werden mit seiner mitreißenden Musik (Leitung: Daniel Spaw) und seinen spritzigen Dialogen.

Im Staatstheater Nürnberg kommt in dieser Spielzeit die Operette nur einmal dran. Paul Abrahams „Ball im Savoy“ in einer Inszenierung Stefan Hubers hatte zwar schon Ende Januar Premiere, aber wir weisen gerne nochmals auf diese verrückte, verjazzte und verspielte Operette hin. Im April/Mai gibt es weitere Termine!

Das Theater der Stadt Schweinfurt stellt Carl Zuckmayers Schauspiel-Klassiker „Der Hauptmann von Köpenick“ am 8./9. April in einer Musical-Version vor; Heiko Stang hat diese Fassung, deren Uraufführung natürlich in Köpenick stattfand, für die HS Theaterproduktion Berlin erstellt. Ob man auch „Rock me Hamlet!“ der Opernwerkstatt am Rhein in die Musicalsparte einordnen kann? Jedenfalls ist es modernes Musiktheater, was am 29. April zu sehen sein wird. Ganz sicher in die Musicalsparte gehört jedoch „Saturday Night Fever“ von Robert Stigwood und Bill Oakes, das auf den legendären Kinofilm aus den 70ern zurückgeht. Termin ist am 6. Mai. Am 28./29. Mai gastiert das Theater Hof mit seiner Inszenierung von „Kiss me. Kate“.

Am Mainfrankentheater Würzburg werden in den Genres Operette und Musical im Zeitraum April/Mai keine Neuproduktionen vorgestellt. Jacques Offenbachs „Schöne Helena“ bleibt auf dem Spielplan. 

 

Ballett und Tanztheater

Am Coburger Landestheater widmet sich Ballettdirektor Mark McClain ab dem 20. April der „Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“. Dieses Tanztheater nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Martin Baltschneit thematisiert mit dem alternden Fuchs als Protagonisten das Thema des Vergessens, ja der Demenz. Das spartenübergreifende Projekt mit Tänzern und einem Schauspieler wird von Mark McCain choreographiert, für Bühne und Kostüme ist Ana Tasic zuständig.

Beim Stadttheater Fürth gastiert die National Dance Company Wales vom 21. bis 25. Mai mit ihren Choreographien „Tundra“, „Atalay“ und „Folk“. Die Compagnie aus Cardiff ist für ihren ansteckenden, quirligen und bisweilen surrealen Tanzstil bekannt. Ein mitreißender Abend ist zu erwarten!

Das Theater Hof zeigt erst im Juni mit „Lulu“ eine neue Choreographie. Die Ballettabende „Tango!“ und „Der Nussknacker“ werden weiterhin gezeigt.

Am Staatstheater Nürnberg hat das Warten auf die nächste Ballettpremiere ein Ende. Ab 13. April stellt Goyo Monteros Compagnie ihren nächsten dreiteiligen Abend vor. Die Choreographien stammen von Jiri Kylian, Marco Goecke und dem Ballettchef selber. Die Musik steuern Steve Reich und Patti Smith bei, außerdem der bewährte Owen Belton mit einer Auftragskomposition.

Das Theater der Stadt Schweinfurt präsentiert am 3./4. Mai „Mega Israel“, eine Produktion von „Gauthier Dance“ – Dance Company Theaterhaus Stuttgart, in der zeitgenössischer Tanz von seiner dynamischsten Seite zu erwarten ist. Tanztheater aus Dortmund steht am 25./26. Mai auf dem Programm. „Alice“ ist ein Ballett von Mauro Bigonzetti nach Lewis Carrolls Buch, in dem Original- und Livemusik der italienischen Gruppe „Assurd“ den Takt für die Bewegungen vorgibt. Eine fulminante Kreation!

Im Rosenthal-Theater Selb ist am 18. Mai eine Ballettgala des Ballettförderkreises München mit den schönsten Tänzen des Deutschen Ballettwettbewerbs unter dem Titel „Publikumspreis“ zu sehen. 

Am Mainfrankentheater Würzburg wird im April der Vorhang über der nächsten Tanztheater-Produktion gelüftet: „Muttersprache“ ist die Choreographie von Dominique Dumais überschrieben, die mit diesem Titel auch auf das Saisonthema „Heimat“ anspielt. Premiere ist am 13. April, für die Ausstattung sorgt Tatyana Van Walsum.

 

Blick nach Thüringen

Das Theater Erfurt bringt Giuseppe Verdis „Aida“ am 27. April in der Inszenierung von Andre Heller-Lopes heraus. Die musikalische Leitung hat GMD Myron Michailidis. Am 18. Mai folgt mit Henry Purcells „The Fairy Queen – Ein Sommernachtstraum“ die Rückkehr zum Barock. Die Koproduktion unter der inszenierenden Leitung von Ulrike Quade wird ein flirrendes Gesamtkunstwerk aus Gesang, Schauspiel, Tanztheater und Puppenspiel auf die Erfurter Bühne bringen. Es dirigiert Samuel Bächli.

Am Staatstheater Meiningen ist nach der vielbeachteten Ausgrabung von Othmar Schoecks vieraktiger Oper „Das Schloss Dürande“ Ende März im Musiktheaterbereich Premierenpause bis Ende Mai. Dann folgen dicht aufeinander die von Caterina Cianfarini besorgte szenische Fassung der Liebeslieder von Johannes Brahms (am 23. Mai) und der Mozartklassiker „Die Entführung aus dem Serail“. Roman Hovenbitzer inszeniert das „Deutsche Singspiel“, den Dirigierstab führt Chin-Chao Lin, Premiere ist am 24. Mai. Zuvor jedoch, nämlich im April, gibt es in Meiningen etwas ganz Besonderes zu erleben: Die Internationale Festwoche, die unter dem Motto „Prinzip Provinz – Metropole Meiningen“ in- und ausländische Theater und Truppen mit hochkarätigen Produktionen renommierter Regisseure in die Stadt des einstigen Theaterherzogs einlädt. Inszenierungen und Mitwirkende aus Belgien, Bulgarien, Frankreich, Großbritannien, Litauen und Russland werden zu sehen sein. Die Stücke orientieren sich am klassischen Kanon und umfassen eine zeitliche Spanne, die von Shakespeare über Goethe bis Tschechow reicht. Die Termine gehen vom 4. bis zum 14. April.

Das Deutsche Nationaltheater Weimar kündigt in der Sparte Musiktheater für den 4. Mai eine Uraufführung an: „The Circle“ von Ludger Vollmer mit dem Libretto von Tina Hartmann nach dem gleichnamigen Roman von Dave Eggers. Es geht darin um eine Zukunftswelt, in der es keine Geheimnisse mehr geben darf. Die Uraufführung wird von GMD Kirill Karabits dirigiert, die Regie führt Andrea Moses. Eine Performance mit Tanz, Musik und Sprache unter dem Titel „On the Edge“, ebenfalls eine Uraufführung, hat am 11. Mai Premiere. Darin geht es um Grenzüberschreitungen und auch um „Me too“. Hasko Weber, der Generalintendant des DNT Weimar, und Andris Plucis, Choreograph und Leiter des Balletts Eisenach, inszenieren diese spartenübergreifende Begegnung.

Copyright Foto:

Leonce und Lena © Meininger Staatstheater

Die Möwe @ Meininger Staatstheater

Martin Köhl
08.04.2019

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