Andreas Arnold – Odisea

(bayla records/Galileo Music)

Andreas Arnold –  Odisea

Andreas Arnold, der Flamenco mit der Gitarre tanzt, besticht auf seiner neuen musikalischen Reise „Odisea“ mit musikalischer Weite und Eleganz, mit Hingabe und Virtuosität. Geprägt aus Klassik und Jazz, ist es vor allem die mediterrane Musik, die er zu seinem ureigenen Forschungsfeld macht. In ungewöhnlicher, doch lieblicher, harmonischer Verknüpfung, anspruchsvoll und eingängig gleichermaßen, denkt er den Flamenco neu, verbindet ihn und gibt ihm authentische wie eigenständige Ausdruckskraft. Meist sparsam, insgesamt vielfältig instrumentiert, mal elektrisch, mal akustisch, nur gelegentlich mit Gesang, dafür temporeich, rhythmisch facettenreich und mit viel Hingabe für starke Themen und Melodien. Stets tiefenentspannt, gut sortiert und unaufgeregt, strukturell besonders interessant. Die Dynamik steckt im Detail. Seine Brücke zum Jazz erdet die andalusischen Stilistiken, verleiht ihnen Feinheit und schafft Raum für ausdrucksstarke Improvisation. Sowohl bei seinen Eigenkompositionen, wie auch bei seiner Interpretation von Jaco Pastorius Continuum, die den magischen Klangkosmos von Arnold auf dem Album nicht zufällig abschließt, sondern exemplarisch aufzeigt, wie feinsinnig er seine musikalischen Einflüsse filtert, ihnen neue Schwerpunkte verleiht und vor allem weiter denkt.

Oliver Will
08.04.2019

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren:

Alice Phoebe Lou –  Paper Castles  

Alice Phoebe Lou – Paper Castles

(Motor/Edel)

>> mehr erfahren...

Eure Meinung? Leserbrief verfassen