22. Laufer Märchentage

„Hänsel und Gretel“, Erzählabend und Tanz

22. Laufer Märchentage

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind – so lautet das wohl bekannteste Zitat aus „Hänsel und Gretel“, enthalten in den „Kinder- und Hausmärchen“ (1812) der Gebrüder Grimm. Zum Auftakt der 22. Laufer Märchentage, zu denen das Märchen-zentrum DornRosen vom 12. September bis zum 14. September einlädt, wird am Freitag um 18 Uhr „Hänsel und Gretel“ in einer semi-konzertanten Bühnenfassung zu erleben sein. Die Bearbeitung stammt von der Gründerin der Opernakademie Schloss Henfenfeld (bei Hersbruck), der Texanerin Denette Whitter, und von der Erzählerin und Märchenfrau Petra Hasengier. Die beiden haben aus Engelbert Humperdincks Erfolgsoper, 1893 unter Richard Strauss in Weimar uraufgeführt, eine Auswahl an Liedern getroffen und in die Vorlage der Brüder Grimm eingebaut. Die jungen Stimmen der Sängerinnen und Sänger der Opernakademie, Denette Whitters Klavierkunst und Petra Hasengiers lebhaft-glutvolle Weise zu erzählen verbinden sich mit der schnörkellosen Sprache des Märchens zu etwas erfrischend Neuem. Geeignet ist die Adaption laut Mitteilung des Veranstalters für „Menschen“ von mindestens fünf Jahren, wobei auch die älteren und die Eltern auf ihre Kosten kommen dürften.

 

„Etwas Besseres als den Tod findest du überall“ hat, nach den „Bremer Stadtmusikanten“, der Märchenerzähler und systemische Organisationsberater Amos Ruwwe sein Seminar (12. September, Johannissaal, Kirchenplatz 11, Lauf, 14 Uhr bis 17 Uhr) genannt. Märchen können Impulse geben für den privaten und beruflichen Alltag. Alles ist möglich, ist Ruwwe sich sicher. Im Tanzworkshop von Christian Mayer-Glauninger kann man gemeinsam singen, atmen und im Tanz einander in Frieden näher kommen, ja selbst den Frieden auf Erden schaffen (12. September, Gemeindesaal der Christuskirche, Martin-Luther-Str. 17, Lauf, 14 Uhr bis 16.30 Uhr). „Einmal anders – dreimal lauschen“ heißt es beim langen Erzählabend am Samstag im Industriemuseum Lauf. Man darf bei Fischern, bei Drehern, bei schwarzen Gesellen in der Schmiede zu Gast sein. Im Industriemuseum finden zudem samstags und sonntags die Familiennachmittage statt. Märchen und Mitmachaktionen, Basteln und ein Märchenraum der Sinne warten auf Menschen fast jeden Alters (von drei Jahren an). Am Sonntag um 10.30 Uhr startet zudem eine sagenhafte Führung durch das Wenzelschloss mit Stadtarchivarin Ina Schönwald und Sabine Raile. Sagen und Märchen, einmal anders. 

 

Copyright Foto: © Dieter Wank

Jürgen Gräßer
04.08.2014

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