Marie Spaemann & Christian Bakanic – „Splits & Circles“
Über die einzigartige Verbindung von Cello, Stimme und Akkordeon
veröffentlicht am 08.01.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Oliver Will
Mit „Splits & Circles“ präsentieren die Wiener Marie Spaemann und Christian Bakanic ihr zweites gemeinsames Album – ein Werk, das die einzigartige Verbindung von Cello, Stimme und Akkordeon auf ein neues Niveau hebt. Schon ihr gemeinsames Debüt „Metamorphosis“ (2020) begeisterte Publikum und Kritik gleichermaßen als „Entdeckungsreise zwischen Kammermusik, Tango, Jazz, Pop und vielem mehr“. Nun führen sie diese Reise fort – konzentrierter, songorientierter und zugleich klanglich noch vielfältiger.
Was das Duo so faszinierend macht, ist seine Fähigkeit, mit minimalen Mitteln eine enorme Klangwelt zu erschaffen. Das Cello klingt mal warm und gesanglich, mal perkussiv und rhythmisch; Spaemanns Stimme, soulgetränkt und zugleich klassisch geschult, schwingt zwischen Intimität und Ausdruckskraft. Bakanic bringt mit seinem Akkordeon und zunehmend auch am Klavier eine neue Tiefe ein – sein Spiel trägt, umschließt, atmet. In manchen Momenten entsteht ein fast orchestraler Klang, der dennoch ganz pur bleibt.
Viele der Kompositionen auf „Splits & Circles“ entstanden diesmal gemeinsam, was der Musik spürbar neue Energie verleiht. Diese gewachsene Partnerschaft zeigt sich in jedem Detail: in den präzisen Dialogen zwischen Cello und Akkordeon, in den freien Improvisationen, im bewussten Spiel von hell und dunkel. Besonders in Stücken wie „Peace Of Wood“ oder „Circles“ öffnet sich Spaemanns Gesang ins Jazzige, lässt Atem und Emotion fließen – jedes Mal anders, jedes Mal neu.