GangART vorwärts
Zum 100-jährigen Jubiläum der GEDOK eröffnet die GEDOK Franken eine Ausstellung in Ansbach
veröffentlicht am 06.03.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer
Hundert Jahre Netzwerk, hundert Jahre künstlerische Beharrlichkeit: Im Jubiläumsjahr 2026 richtet die GEDOK den Blick nicht allein zurück, sondern vor allem nach vorn. Unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Karin Prien erhält das Jubiläum zusätzliche gesellschaftliche und kulturpolitische Sichtbarkeit.
Einen markanten Auftakt bildet die erste gemeinsame Ausstellung der GEDOK Franken in Ansbach. In der Reitbahn des Kulturforums entfaltet sich mit „GangART“ eine vielschichtige Werkschau, die bildende und angewandte Kunst, Literatur und Musik zusammenführt. Der Titel greift die historische Nutzung des Ortes auf, verweist zugleich aber auf Bewegung, Entwicklung und Haltung – zentrale Kategorien eines Künstlerinnen-Netzwerks, das seit 1926 seinen eigenen Weg behauptet.
Die Ausstellung spannt den Bogen von der Gründung durch Ida Dehmel bis in die Gegenwart. Dehmels Vision, Frauen in einer männlich dominierten Kunstwelt Sichtbarkeit und Teilhabe zu ermöglichen, war mutig und bleibt aktuell. Die im Titel mitschwingenden Gangarten – Schritt, Trab und Galopp – werden zum Bild für unterschiedliche Geschwindigkeiten des Fortschritts und für die Frage, ob gesellschaftliche Entwicklungen voranschreiten oder ins Stocken geraten.
Vor diesem Hintergrund versteht sich „GangART“ als klare Positionierung. Gerade in Zeiten, in denen Errungenschaften der Gleichstellung wieder infrage stehen, setzt die Ausstellung auf Bewegung nach vorn. Begleitende Veranstaltungen, unter anderem rund um den Internationalen Frauentag 2026, vertiefen diesen Anspruch.
So ist die Ansbacher Schau mehr als eine Jubiläumsausstellung: Sie ist ein selbstbewusstes Zeichen dafür, dass Netzwerke wie die GEDOK auch nach hundert Jahren unverzichtbar bleiben – als Forum, als Verstärker und als Impulsgeber für künstlerische Zukunft.
Die Ausstellung ist vom 6. März bis 6. April 2026 im Kunsthaus R3, Reitbahn 3, 91522 Ansbach, zu sehen. Weitere Informationen unter www.gedok-franken.de.