Szene

Wo Jazz, Blues und Weltmusik zuhause sind

Die wichtigsten Konzert-Highlights der Region im Überblick

veröffentlicht am 07.02.2026 | Lesezeit: ca. 5 Min. | von Andreas Bär

Yumi Ito kommt am 22. März in die Kofferfabrik Fürth

Yumi Ito kommt am 22. März in die Kofferfabrik Fürth, Foto © Yumi Ito

Die stade Zeit ist vorbei, die Konzertsäle der Region rufen ihre Gäste wieder häufiger. Art. 5|III blickt wie gewohnt ins Frankenland und über den Tellerrand hinaus, um Ihnen das ein oder andere spannende Geschehen ans Herz zu legen. Wie immer alphabetisch und wertungsfrei.

Jermaine Landsberger macht dabei den Anfang. Der begnadete Pianist ist am 25. März im Amberger Stadttheater zu bestaunen. Mit dabei ist auch Tony Lakatos. Der in Frankfurt wohnhafte ungarische Saxophonist und hessische Jazzpreis-Inhaber gilt als eine der Stimmen der ethnisch-kulturellen Minderheit der Roma.

Die Kammerspiele Ansbach haben einiges im Angebot. Am 3. Februar gastieren die spanischen Weltmusiker Cobario, am 4. Februar wird geswingt, wenn Martin Schmidt und seine Band die Markgrafenstadt beehren. Am 12. März ist Layla Zoe, Kanadas Bluesliebling, da. Mit ihrer vierköpfigen niederländischen Band garantiert sie einen formvollendeten guten Abend.

Im Aschaffenburger Colos-Saal darf ebenfalls gegrooved werden. Am 12. März kommt Wackermann, am 31. März gastiert Vincen Garcia in der schmucken Spielstätte.

Im Jazzclub in Bamberg wird ebenfalls wieder geswingt: Das Programm stand zum Redaktionsschluss jedoch noch nicht final fest.

In Bayreuth schlagen die Herzen der Jazzfans schon heute höher. Zum neunten Mal wurde der Jazzforum Bayreuth e.V. mit dem APPLAUS Award ausgezeichnet. Diese Ehrung zählt zu den bedeutendsten Kulturpreisen für unabhängige Musikspielstätten in Deutschland. Damit gehört das Jazzforum zu den drei bundesweiten Spitzenreitern und ist in Bayern die am häufigsten ausgezeichnete Jazzspielstätte. Warum? Das sieht man im Februar und März: Im Zentrum veranstaltet der Verein am 4. Februar das Jewish Chamber Orchestra, wo zwei Tage später Ceci auf der Bühne stehen wird.

Im Becher Bräu Bayreuth geht es ebenfalls rund: Am 21. Februar gastiert Mantra, am 6. März Sam Newbould und am 21. März Helbock und Hofer. Des Weiteren in der Wagnerstadt zu Gast sind The true Harry Nulz am 26. Februar im Kunst- und Kulturhaus neuneinhalb.

Jazzfans in Fürth dürfen ebenfalls frohlocken. Im Jazzclub sind – ausnahmsweise am 2. statt dem 3. Donnerstag im Monat (12. Februar) – Fonda, Thiem und Bleis, um Bassist Joe Fonda mit Special Guests auf der Bühne zu bestaunen. Am 19. März kommt MST, das Michael Schleinkofer Trio.

Die Kofferfabrik Fürth steht für den Jazz-Monday und den Blues-Wednesday. Und da haben sich die Macher nicht lumpen lassen: Zwei Monate lang steht ein Highlight nach dem anderen auf dem Programm. Panzerballett, gegründet vom Gitarristen und Komponisten Jan Zehrfeld, steht seit über zwei Jahrzehnten für eine kompromisslose Fusion aus Jazz, Metal und Avantgarde und kommt am 19. Februar. Cynthia Nickschas & Friends, eine siebenköpfige Band, haben ihr Kommen für den 21. Februar angekündigt. Yumi Ito erschafft mit Stimme und Klavier musikalische Welten, die sämtliche Grenzen überwinden. Die schweizerisch-polnisch-japanische Musikerin gilt als eine der spannendsten Stimmen der europäischen Szene: Am 22. März kann man sich davon überzeugen. Einen Tag später gastiert ein Quartett um die Nürnberger Saxofonistin Ulrike Goebel.

Aber auch die Freunde des Blues dürfen frohlocken. Am 20. Februar gastiert die Latvian Blues Band in der Kofferfabrik, am 25. Februar The Global Blues Resistance – eine Allstarcombo um Gitarrist Peter Pelzner – und am 28. März steht mit Jesper Munk ein echtes Schwergewicht auf der Bühne. Am 28. Februar dürfen die Freunde von Ton, Steine, Scherben feiern: Gymmick und die Erben lassen die Tradition der Kultband aufleben.

In der Stadthalle Fürth singt Volker Heißmann am 9. Februar Udo Jürgens, am 18. März gastiert Kokubu, ein spektakuläres japanisches Drumensemble, dort.

Im Stadttheater Fürth ist am 21. März „Ein rätselhafter Schimmer“ zu sehen. Die wilden 20er-Jahre werden dabei in einer poetischen Amüsierschau dargeboten.

In der Haßfurter Rathaushalle heißt es am 29. März „Jazz mal anders“. Ein Abend, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet, als lebendige Hommage an Miles Davis, den Erneuerer des Jazz. Dabei lässt das Ensemble, angeführt von der Frontline um Trompeter Martin Auer und Hubert Winter, die Schaffensphasen des Jazzgiganten in neuem Licht erklingen.

Das Jazzstudio Nürnberg hat im Februar einen pickepackevollen Terminkalender. Am 6. kommt Andrey Lobanov in die Norisstadt, am 14. Sebastian Gahler und am 20. Lenny Rehm, der Contemporary Modern Jazz im Portfolio hat.

In der Meistersingerhalle treffen sich Wagner und Loriot am 1. Februar. Am 10. März darf den Klängen von Cafe del Mundo gelauscht werden, am 16. und 17. März steht Ballett Revoluciòn auf der Agenda.

Im Hirsch gibt sich am 29. März der begnadete Angelo Kelly die Ehre.

Einen Doppelpack hat die Tafelhalle Nürnberg auf der Agenda: Das Wolfgang Haffner Trio steht am 20. und am 21. Februar auf der Bühne. Er feiert 50 Jahre Bühne und seinen 60. Geburtstag!

Am 19. März steht in der Jegelscheune Wendelstein Solistin Alba Armengou aus der renommierten Jazzschule Barcelonas auf der Bühne.

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