Die 46. Ausgabe rund um die Saiten steht an
Die Aschaffenburger Gitarrentage präsentieren ein Programm zwischen Tradition, Innovation und Weltmusik
veröffentlicht am 11.02.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Andreas Bär
Die Aschaffenburger Gitarrentage gelten als eine der ältesten Veranstaltungsreihen dieser Art in ganz Deutschland. Vom 28. Februar bis 26. März 2026 findet die 46. Ausgabe statt, die erneut die facettenreiche Klangwelt der Gitarre auf künstlerisch höchstem Niveau präsentiert. Schon der Auftakt verspricht dabei hochkarätig zu werden: Der Grammy-prämierte Gitarrenvirtuose Frank Gambale eroberte in den frühen 1980er Jahren die Musikszene von Los Angeles; der kometenhafte Aufstieg resultierte aus dem leidenschaftlichen Spiel des längst zur Jazzlegende avancierten Gambale, der seine All-Star-Group mit dabei hat.
Mit überwältigendem Erfolg ist David Orlowsky gemeinsam mit Daniel Stelter und Tommy Baldu in die aktuelle Konzerttournee des gleichnamigen Albums „Petrichor“ gestartet und erobert weiterhin die Herzen der Menschen im Sturm. Die drei Musiker entführen ihr Publikum in eine Welt der Düfte – und damit zugleich in eine Welt voller Emotionen und Erinnerungen: Am 14. März sind sie in Aschaffenburg.
Am 20. März ist ein Trio der besonderen Art im Hofgarten Kabarett zu Gast: La Jose ist eine talentierte Künstlerin aus Madrid. Sie verbindet Flamenco mit Pop und schafft so eine Mischung, die mit ihrer Identität als Tochter von Payos und Gitanos im Einklang steht. Der von vielen Künstlern hochgeschätzte Luis Gallo ist ein Flamenco-Gitarrist, der seinen traditionellen Stil mit Einflüssen aus dem Jazz verbindet. Max Clouth ist einer der vielbeachteten Gitarristen Deutschlands, bekannt für seine einzigartige Fähigkeit, Jazz mit indischer Musik zu verschmelzen.
Am 26. März wird es noch einmal spannend. Nicht weniger als 19 Erste Preise bei internationalen Gitarren-Wettbewerben gewann Marcin Dylla im Lauf seiner Karriere. Der Grund für diese beispiellose Dominanz: „höchste Präzision“, verbunden mit einer „tief empfundenen, fast sinnlichen Poesie“ – so formulierte es die Washington Post nach Dyllas Debüt in der New Yorker Carnegie Hall. In Aschaffenburg präsentiert er spanische und lateinamerikanische Klänge.
Ebenfalls zu Gast: Petra Nachtmanova und Erdem Pancarcı. Am 1. März erschaffen sie einen Raum, in dem Volkslieder, jahrhundertealte Erzählungen und alte melodische Wege in neuer Tiefe leuchten. Und was wären die Gitarrentage ohne das Gastspiel der städtischen Musikschule? Am 7. März präsentiert diese ihre Ergebnisse aus zahlreichen Workshops und Übungsstunden.
Alle Konzerte (außer 20. März) finden im Stadttheater Aschaffenburg statt. Weitere Informationen zu den einzelnen Terminen unter www.kulturamt-aschaffenburg.de.