Klassiker

Ein Musikwettbewerb mit großem Renommee

Der Internationale Violinwettbewerb Henri Marteau findet ab Ende April wieder statt

veröffentlicht am 18.04.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Martin Köhl

Im Haus Marteau findet der 9. Internationaler Violinwettbewerb Henri Marteau statt

Im Haus Marteau findet der 9. Internationaler Violinwettbewerb Henri Marteau statt, Foto © Frank Wunderatsch

Nun ist er also wieder dran, der höchst renommierte Internationale Violinwettbewerb im Hause Marteau in Lichtenberg, der alle drei Jahre stattfindet und bereits 2002 vom Freundeskreis der Musikbegegnungsstätte gleichen Namens ins Leben gerufen wurde. Seit 2007 wird er vom Bezirk Oberfranken getragen, die Betreuung und Gesamtleitung obliegen dem Kultur- und Bildungsunternehmen Hofer Symphoniker. Schirmherr ist der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder.

Heuer geht's in die neunte Ausgabe des Wettbewerbs, der am 26. April beginnt und bis 9. Mai 2026 dauert. Teilnehmen können Violinist:innen aller Nationen, die nach dem 8. Mai 2001 geboren sind.

Die drei Runden des Wettbewerbs sind öffentlich. Ziel der ersten Runde ist es, maximal 20 Teilnehmende für das Semifinale und unter anderem die Gewinnerinnen und Gewinner der Sonderpreise für die beste Bach- und die beste Mozartinterpretation zu bestimmen. Im Semifinale werden maximal sechs Kandidierende für das Finale und die Sonderpreisträger:innen für die beste Henri-Marteau-Interpretation sowie die beste Max-Reger-Interpretation ermittelt.

In der ersten Wettbewerbsrunde (Dauer: max. 20 Minuten) müssen alle Teilnehmenden jeweils zwei Sätze aus einer der Bachschen Solosonaten spielen sowie einen ersten Satz aus einem Mozartkonzert mit der dazugehörigen Kadenz von Henri Marteau. Dazu ein Capriccio aus den 24 Capricci für Violine solo op.1 von Niccolò Paganini. Wer es in die zweite Runde schafft, also das Semifinale, wird mit folgenden Pflichtstücken konfrontiert:

Henri Marteau: Caprice Nr. 14 "Am Spinnrad" aus den 24 Capricen mit Begleitung op. 25;

Ludwig van Beethoven: 1. Satz aus einer Sonate für Klavier und Violine;

Max Reger: eine Nummer aus den Präludien und Fugen für Violine solo;

Richard Blackford: Auftragskomposition für Violine solo;

Außerdem ein virtuoses Stück aus der Liste, die auf der Homepage einzusehen ist.

Beim Finale (7. Mai 2026, Freiheitshalle Hof) spielt jeder Teilnehmende eines der folgenden Violinkonzerte mit den Hofer Symphonikern unter der Leitung von Martijn Dendievel:

Beethoven und Brahms, Konzerte in D-Dur; Dvořák, Konzert a-moll; Mendelssohn, Konzert e-moll; Paganini und Prokofieff, Konzerte jeweils Nr. 1 D-Dur; Saint-Saëns, Konzert Nr. 3 h-moll; Sibelius, Konzert d-moll, Tschaikowsky, Konzert D-Dur.

Die drei Hauptpreise, deren Gewinner:innen zur Mitwirkung am öffentlichen Galakonzert (9. Mai 2026) verpflichtet sind, werden mit 5.000, 7.500 und 10.000 Euro dotiert.

Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den öffentlichen Runden gibt es unter www.violinwettbewerb-marteau.de.

Schlagworte:

Ähnliche Artikel: