Bayreuths Wandlung zur europäischen Residenz
Bei den Residenztagen Bayreuth können Besucher:innen in die Vergangenheit der Stadt eintauchen
veröffentlicht am 04.05.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Elke Walter
Der Blick auf den Morgenländischen Bau im Felsengarten Sanspareil, Foto © Bayerische Schlösserverwaltung, Thomas Köhler
Unter dem Motto „Alles scheint Natur“ finden die diesjährigen Bayreuther Residenztage vom 15. bis zum 17. Mai 2026 zum 20. Mal statt. Veranstaltet werden sie von der Bayerischen Schlösserverwaltung. Mit einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Angebot ganz unterschiedlicher Termine, gelten die Residenztage als kulturelles Highlight in der Stadt. Als Veranstaltungsorte rücken etwa das Markgräfliche Opernhaus, das Neue Schloss sowie Sanspareil ins Zentrum des Programms.
Das Markgräfliche Opernhaus gilt als das besterhaltene, freistehende barocke Hoftheater und ist seit 2012 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu finden. Als Vorbild für den Bau, der zwischen 1744 und 1750 entstanden war, dienten die größten Opernhäuser der damaligen Zeit, etwa in Wien oder Dresden. In nur wenigen Jahren hatte sich Bayreuth unter dem Einfluss von Markgräfin Wilhelmine und deren Mann, dem Markgrafen Friedrich, zu einer europäischen Residenz entwickelt. Die Markgräfin, Schwester Friedrichs des Großen, zählt zu den bedeutendsten Frauen des 18. Jahrhunderts. Sie betätigte sich in allen Bereichen des kulturellen Lebens, malte, komponierte, verfasste Bühnenwerke, trat als Schauspielerin und Regisseurin auf und regte zudem eine vielfältige Bautätigkeit an. Die oben bereits genannten Bauten zeugen davon.
Eröffnet werden die Residenztage am Freitag, 15. Mai, 19.30 Uhr, im Markgräflichen Opernhaus mit einem Konzert des Münchner Rundfunkorchesters im Rahmen der Residenz- und Schlössertour des Klangkörpers. Die Leitung hat Ivor Bolton. Auf dem Programm stehen neben Werken von Georg Friedrich Händel auch Stücke von Alessandro Scarlatti und Wolfgang Amadé Mozart. Mit dabei sind die Sopranistin Regula Mühlemann sowie der Trompeter Mario Martos Nieto.
Am Samstag, 16. Mai, stehen thematische Führungen für Groß und Klein auf dem Programm, unter anderem im Opernhaus, im Neuen Schloss oder auch in Häusern der Kooperationspartner. Dazu zählen etwa Expert:innenstationen, Kinderprogramme, barocke Gartenspiele, Vorträge oder auch die Gelegenheit, sich tänzerisch zu erproben.
Am Sonntag steht abschließend die Markgräfliche Jagd unter den Klängen der Parforcehörner in Sanspareil im Fokus. Daneben gibt es auch an diesem Tag spannende Führungen, Mitmachstationen, Aktionen für Kinder sowie eine offene Theaterwerkstatt der Studiobühne Bayreuth.
Ausführliche Informationen zum Programm sowie zu den Veranstaltungsorten gibt es unter www.rundfunkorchester.de, www.bayreuth-wilhelmine.de oder auch www.schloesser.bayern.de.