Klassiker

Wagnerphantasien und „Trance & Rhythm“

Das Bayreuther Friedrichsforum bereitet mit einem originellen Probebetrieb auf die Eröffnung im Herbst vor

veröffentlicht am 07.04.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Martin Köhl

Daniel Behle (Tenor) ist am 10. Mai im Friedrichsforum zu Gast

Daniel Behle (Tenor) ist am 10. Mai im Friedrichsforum zu Gast, Foto © Simon Pauly

Nach zehn Jahren ist es endlich so weit: Das Friedrichsforum Bayreuth steht nach den langen und umfassenden Umbauarbeiten vor der Wiedereröffnung, um für die Bürgerschaft ein Haus zu sein, in dem Kultur und Kunst erleb- und erfahrbar werden. Zunächst – ab April – gibt es einen Probebetrieb, ab Oktober wird das Haus dann endgültig mit einem Wochenende voller Programm und Überraschungen eröffnet. Art. 5|III schaut schon einmal in das April/Mai-Programm des Probebetriebs hinein, welches bereits im März mit Exkursionen nach Hof (Schauspiel und Ballett) begonnen hatte.

Das Bundesjugendorchester und das Bundesjugendjazzorchester gastieren am 17. April mit Werken von Leonard Bernstein und Duke Ellington im Großen Saal. „Wagner und Mahler im Kammerklang“ gibt es am 30. April im Balkonsaal zu hören, es ist zugleich das Abschlusskonzert der deutsch-französisch-ungarischen Orchesterakademie. Christoph Willibald Glucks Oper „Iphigenie in Aulis“ ist am 8. Mai in der Orchesterbearbeitung von Richard Wagner zu erleben.

Bravourarien der Klassik mit Daniel Behle (Tenor) und der Hofkapelle München unter Rüdiger Lotters Leitung stehen am 10. Mai auf dem Programm, zwei Tage später die Performance von Stephanie Lottermoser, der preisgekrönten Sängerin und Saxophonistin, die ihren Jazz und Groove mit emotionaler Tiefe und starker Präsenz auf der Bühne wirken lässt.

Wagners „Ring“ als Orchesterabenteuer, bearbeitet von Henk de Vlieger und realisiert von der Jenaer Philharmonie (Leitung: Christoph Prick), wartet auf die Wagnerianer am 16. Mai. Man wird sich auf eine Kaskade an Leitmotiven aus allen vier Opern gefasst machen müssen. Tags drauf heißt es kurz und bündig „Schubert!“, und damit ist ein Gastkonzert des Orchesters der Opernfestspiele Heidenheim mit Joseph Moog am Klavier (der das Grieg-Konzert spielen wird) und Marcus Bosch als musikalischem Leiter gemeint.

Die „Götterdämmerung“ als Projekt der Dresdner Musikfestspiele unter der künstlerischen Gesamtleitung von Jan Vogler und Kent Nagano im Sinne des rekonstruierten Wagner-Originalklangs findet ihre Realisierung am 24. Mai im Großen Saal. Historisch informierte Musizierweise gibt es nicht nur bezüglich der Musik aus Barock und Klassik, sondern sie hat auch in der Anwendung auf die Musik der Romantik ihren spezifischen Sinn.

„Romeo und Julia“ von Riccardo Zandonai harrt im Rahmen einer Exkursion nach Hof am 31. Mai auf die Opernfans. Ab Juni geht es dann munter weiter, unter anderem mit „Wagner Circus“ 1 und 2, dem Ensemble Modern und „Trance & Rhythm“.

Mehr Informationen zu den einzelnen Konzerten gibt es unter www.friedrichsforum.de.

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