Mixtur

Der Mond im Fokus des Planetariums

Die Copernicon 2026 vereint Wissenschaft, Literatur und Film in Nürnberg

veröffentlicht am 08.04.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min.

ESA-Astronaut Matthias Maurer liest aus seinem Buch „WAS IST WAS Training für den Mond“

ESA-Astronaut Matthias Maurer liest aus seinem Buch „WAS IST WAS Training für den Mond“, Foto © Matthias Maurer

Seit rund 4,5 Milliarden Jahren ist er unser treuester Begleiter im All: der Mond. Er beeinflusst die Gezeiten, inspiriert die Kunst und weckt seit jeher den Entdeckergeist der Menschheit. Vom Freitag, den 17. April, bis Sonntag, den 19. April, rückt das Planetarium Nürnberg in Kooperation mit dem Bildungszentrum diesen faszinierenden Himmelskörper ins Zentrum der Copernicon 2026. Als moderne Neuauflage des Nicolaus-Copernicus-Symposiums bietet die Veranstaltung drei Tage lang ein interdisziplinäres Programm, das weit über die klassische Astronomie hinausgeht.

Der Auftakt am Freitagabend ist ein Highlight für alle Wissensdurstigen. Der Podcast „Sag mal, du als Physiker, Live!“ gastiert mit „Total verkratert: Was der Mond uns noch nicht verraten hat“ in Nürnberg. Die Hosts warten mit kuriosen Anekdoten, verblüffendem Myth-Busting und mit verständlichen Erklärungen über die echten Zusammenhänge von Physik, Astronomie und Raumfahrt auf. Der Samstag steht ganz im Zeichen der tiefergehenden Forschung und der kulturellen Einordnung. Bereits um 9.30 Uhr widmet sich Prof. Dr. Andreas Pack der Frage: „Ist der Mond ein Kind der Erde?“. Der Vortrag beleuchtet neue Isotopenmessungen, die das klassische Einschlagmodell der Mondentstehung herausfordern. Um 11 Uhr übernimmt Ulrich Köhler und erklärt, warum der Trabant ein Fenster in die Frühzeit unseres Sonnensystems ist. Am Nachmittag verschieben sich die Schwerpunkte hin zu politischen und literarischen Fragen. Um 13.30 Uhr wird der neue Wettlauf zum Mond zwischen den USA und China unter dem Titel „Zum Mond, um zu bleiben“ analysiert. Nach einer literarischen Kreuzung zu Johannes Keplers „Traum vom Mond“ um 16.30 Uhr endet der Tag mit einem atmosphärischen Paukenschlag: Um 18.30 Uhr taucht das Publikum in der Fulldome-Musikshow „The Dark Side of the Moon“ zu den Klängen von Pink Floyd in die Tiefen des Kosmos ein.

Der Sonntag ist speziell als Familientag konzipiert. Um 10.30 Uhr öffnet sich für Kinder ab 5 Jahren die Welt der Fantasie bei der Lesung „Wenn der Mond Geschichten flüstert“. Jugendliche ab 8 Jahren können sich um 14 Uhr bei „Mit WAS IST WAS zur Mondmission“ wie echte Astronauten im Training fühlen. Den kulturellen Abschluss bildet am Sonntagabend um 18.30 Uhr das Programm „Er ist nur halb zu sehen“, eine unterhaltsame Reise durch Lieder und Texte von Matthias Claudius bis zur modernen Popmusik.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter www.bz.nuernberg.de.

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