Unterwegs

Internationale Kunst zum Entdecken

Die ARTMUC eröffnet Münchens Kunstfrühling

veröffentlicht am 21.04.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Impressionen von der ARTMUC Kunstmesse

Impressionen von der ARTMUC Kunstmesse, Foto © Isabella Kilian

Wenn am langen Maiwochenende vom 1. bis 3. Mai 2026 die ARTMUC im MTC World of Fashion ihre Tore öffnet, steht München erneut ganz im Zeichen zeitgenössischer Kunst. Bayerns größtes Kunstevent markiert den Auftakt des Kunstfrühlings und versammelt mehr als 160 jurierte Künstlerinnen und Künstler, Galerien und Kollektive aus über 15 Ländern. Drei volle Messetage – möglich durch den Feiertag am 1. Mai – laden dazu ein, internationale Positionen in Ruhe zu entdecken und Kunst unmittelbar zu erwerben.

Die ARTMUC versteht sich nicht nur als Verkaufsplattform, sondern als kuratierter Marktplatz für aktuelle Strömungen. Das Spektrum reicht von Malerei und Skulptur über Collage und Fotografie bis hin zu digitaler Kunst. Ziel ist es, insbesondere jungen, aufstrebenden Positionen Sichtbarkeit zu verschaffen und den direkten Austausch zwischen Kunstschaffenden und Publikum zu fördern. Internationale Galerien wie die GALARIA CATER aus Bozen, kunstzürichsüd aus der Schweiz oder das GALARTERY art project aus Innsbruck unterstreichen den grenzüberschreitenden Anspruch der Messe.

Ein zentrales Anliegen der ARTMUC ist gesellschaftliche Verantwortung. Seit ihrer Gründung 2014 unterstützt sie bei jeder Ausgabe soziale Initiativen. 2026 kooperiert die Messe unter anderem mit dem Kunsthaus „sans titre“ aus Potsdam sowie mit der Kolibri Interkulturellen Stiftung e.V. und stellt ihnen Förderflächen zur Verfügung. Ein besonderes Zeichen setzt die Einbindung der „Groupe Smirage“, eines Künstler:innen-Kollektivs der Pfennigparade ChancenWerk GmbH. Seit über 40 Jahren begleitet die Einrichtung Menschen mit Körperbehinderung auf ihrem Weg zu professionellen künstlerischen Positionen. Die rund 20 beteiligten Künstlerinnen und Künstler präsentieren eine beeindruckende Vielfalt von figurativer Malerei bis Mixed Media – ein Plädoyer für Inklusion und künstlerische Eigenständigkeit.

International erweitert die ARTMUC 2026 ihren Fokus Richtung Asien. Erstmals werden Werke aus der privaten Sammlung von Yan Sun gezeigt, die sich für den kulturellen Austausch zwischen China und Deutschland engagiert. Arbeiten von Professor Yilin Mu, dem Maler He Xiangdong sowie Tonfiguren aus Xi’an schlagen eine Brücke zwischen Tradition und Gegenwart.

So positioniert sich die ARTMUC als dynamisches Forum zwischen Markt, Nachwuchsförderung und gesellschaftlichem Engagement. Wer Kunst nicht nur betrachten, sondern erleben und mit nach Hause nehmen möchte, findet hier ein konzentriertes Panorama internationaler Gegenwart.

Mehr Informationen unter www.artmuc.info.

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