Barocker Glanz und tiefste Emotion
Zweimal Bach in St. Lorenz
veröffentlicht am 09.03.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min.
Der März 2026 steht in der Nürnberger Lorenzkirche ganz im Zeichen des größten Barockmeisters aller Zeiten. Mit gleich zwei Veranstaltungen würdigt die Lorenzkirche das Schaffen von Johann Sebastian Bach.
Am Samstag, den 21. März, erklingt um 19 Uhr eines der ergreifendsten Vokalwerke der Musikgeschichte: die Johannes-Passion. Schon der berühmte Eingangschoral entfaltet einen kraftvoll drängenden Sog, der das Publikum unmittelbar in das Zentrum des Passionsgeschehens zieht. Unter der Leitung von Lorenzkantor Michael Riedel zeichnen der Bachchor St. Lorenz und das Ensemble Nürnberg Barock die Gefangennahme, Verurteilung und Kreuzigung Jesu eindrucksvoll nach. Die dramatischen Turba-Chöre des Volkes und der erzählende Evangelist schaffen eine vielschichtige Dramaturgie, die Themen wie Treue, Liebe, Verrat und menschliche Angst in besonderer Intensität spürbar macht. Ein hochkarätiges Solistenensemble – bestehend aus Katja Stuber (Sopran), Margot Oitzinger (Alt), Johannes Gaubitz (Tenor), Sebastian Myrus (Bass/Jesus) und Manuel Krauß (Bass) – garantiert eine Aufführung auf höchstem Niveau, die die Passionsgeschichte in der prachtvollen Akustik der Lorenzkirche lebendig werden lässt.
Nur zehn Tage später, am Dienstag, den 31. März 2026, feiert die Gemeinde den Geburtstag des Thomaskantors mit einem besonderen Konzert. Ab 19 Uhr bringt Michael Riedel die mächtige Orgelanlage von St. Lorenz zum Klingen. Neben bekannten Meisterwerken Bachs erwartet das Publikum an diesem Abend eine musikwissenschaftliche Sensation: die Nürnberger Erstaufführung von zwei kürzlich wiederentdeckten Chaconnen in d-Moll und g-Moll.