Alte Musik im Schloss als Gesamterlebnis
Die Konzertreihe Schloss Seehaus verbindet Historie, Aufführungspraxis und Atmosphäre
veröffentlicht am 10.06.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer
Die Konzertsaison auf Schloss Seehaus setzt 2026 erneut auf die Verbindung von historischer Aufführungspraxis, ungewöhnlichen Konzertformaten und besonderer Raumwirkung. Zwischen dem 16. Mai und dem 26. September entsteht in Schlosskapelle, Orangerie und Konzertsaal ein Programm, das Alte Musik nicht museal präsentiert, sondern als lebendige Kunstform erfahrbar macht.
Bereits das Eröffnungskonzert am 16. Mai widmete sich mit Clavichordmusik und Liedern von Carl Philipp Emanuel Bach oder Mozart bewusst einem heute selten gewordenen Klangideal des 18. Jahrhunderts. Im weiteren Verlauf folgen Madrigalprogramme zwischen Renaissance und Frühbarock, Wandelkonzerte zum 400. Todestag John Dowlands am 23. August sowie Gesprächs- und Dozierendenkonzerte.
Besonders deutlich zeigt sich das programmatische Profil der Reihe am 3. Juli beim sommerlichen Stummfilmkino im Schlossgarten. Walter Ruttmanns „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ und Chaplins „Der Einwanderer“ werden live begleitet und verwandeln den historischen Ort in einen atmosphärischen Freiluft-Kinosaal.
Auch die großen Werke fehlen nicht: Den Abschluss bildet am 26. September Händels „Messiah“ in der Kirche St. Georg zum 50-jährigen Gemeindejubiläum von Markt Nordheim.
Mehr Informationen unter www.schloss-seehaus.de.