Klassiker

Klangerfinder gestern und heute

Wie das Ensemble Modern im Bayreuther Friedrichsforum Wagners Experimentierlust neu entfacht

veröffentlicht am 13.07.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Nele Wicher

Ensemble Modern

Ensemble Modern, Foto © Katharina Dubno

Das Friedrichsforum Bayreuth, jüngst in den Probebetrieb gestartet, ist längst mehr als ein neuer Kulturort. Seit April werden alle Räume bespielt, jedes Veranstaltungsformat soll mindestens einmal ausprobiert werden, bevor das Haus Anfang Oktober endgültig eröffnet wird. Der Blick in das kommende Programm zeigt: Dieses Haus will überraschen.

Umso passender, dass am 21. Juni um 18 Uhr das Ensemble Modern gastiert – ein Klangkollektiv, das seit Jahrzehnten mit radikalem Forschergeist durch die Musikgeschichte streift. Die Solistinnen und Solisten arbeiten basisdemokratisch, aber spielen mit einer Präzision, die elektrisiert.

Für Bayreuth haben sie ein Programm mitgebracht, das an Richard Wagners Klangexperimente anlehnt – jener Komponist, der für seine Visionen eigens Instrumente entwickeln ließ. Das Ensemble Modern knüpft daran an und macht diesen Erfindergeist mit Werken von Wagner, Widmann, Xenakis, Saariaho und Pelzel hörbar. Ein Werk verlangt sogar den seltenen Transducer-Flügel – ein Instrument, das ausschließlich Steingraeber in dieser Qualität bietet – ideal für alle, die Klang nicht nur hören, sondern entdecken wollen.

Mehr Informationen unter www.friedrichsforum.de.

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