Schlagzeugfeuer, Weltenwanderung und Rauschhaftes
Die Klassikveranstalter der Region kündigen für die kommende Saison ambitionierte Programme an
veröffentlicht am 22.08.2026 | Lesezeit: ca. 21 Min. | von Martin Köhl
Mit dem Spätsommer beginnt für zahlreiche Konzertveranstalter der Region die neue Saison – und die Vorfreude auf viele musikalische Höhepunkte wächst. Wir haben einen Blick in die frisch erschienenen Programmhefte geworfen und die spannendsten Termine und Besonderheiten zusammengestellt. Von großen Sinfoniekonzerten über hochkarätige Kammermusik bis hin zu außergewöhnlichen Sonderformaten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Unsere Übersicht bietet einen ersten Einblick, die vollständigen Programme und weitere Informationen finden Sie direkt bei den jeweiligen Veranstaltern.
Das Theater Altenburg Gera plant für sein Philharmonisches Orchester neun Sinfoniekonzerte an den beiden Aufführungsorten, dem Altenburger Theaterzelt und dem Geraer Konzertsaal. Auftakt ist am 16. September in Gera mit einem Tribut an John Williams. Als Sonderformate stehen ein Bauernhofkonzert und auch das beliebte Classic Open Air auf dem Programm.
Im Theater Ansbach wird die neue Spielzeit mit einem Konzert des Windsbacher Knabenchors am 31. Juli in der St. Gumbertuskirche eröffnet. Gemeinsam mit den Stuttgarter Philharmonikern wird eines der meistaufgeführten Werke der Musikgeschichte präsentiert: Brahms' Deutsches Requiem op. 45. Das symphonische Programm der Konzertreihe beginnt am 16. Oktober mit einem Auftritt der Nürnberger Symphoniker. „Aufbruch und Vollendung“ lautet das Motto, Jonathan Darlington dirigiert Werke von Mozart, Bruch und Haydn, und Luka Faulisi greift zur Violine. Aufführungsort ist der Onoldiasaal.
Das Stadttheater Aschaffenburg setzt in der Spielzeit 2026/27 erneut auf internationale Größen. Los geht es am 9. Oktober mit Quatuor Hermès, die Werke von Mozart und Szymanowski sowie Béla Bartóks anspruchsvolles Streichquartett Nr. 5 zu Gehör bringen. Ein besonderes Konzert, das das Publikum in der neuen Saison erwartet, ist jenes des jungen Cellisten Jaemin Han aus Südkorea und des kaum 24-jährigen Pianisten Roman Borisov aus Russland, die einen Dreischnitt mit Janáček, Beethoven und Rachmaninoff am 5. Dezember präsentieren. Für seinen sinfonischen Konzertauftakt hat sich das Theater einen besonderen Gast an den Untermain geholt: Das Anima Eterna Brugge tritt am 17. Oktober in der Stadthalle am Schloss auf, und das mit Werken von Dvořák, Janáček und Bartók. Solist und Dirigent ist mit Alexander Melnikov ein höchst prominenter Künstler. Seine Interpretation der Partita für Klavier und Streichorchester von Vítězslava Kaprálová wird dabei schon aus Repertoiregründen sicherlich auf besonders großes Interesse stoßen. Auch das Gastspiel des Staatlichen Sinfonieorchesters Litauen am 24. November deutet auf ein originelles Event hin.
Der Musikverein Bamberg kündigt für die nächste Saison sieben Konzerte an, angefangen am 22. September mit dem Weltklasse-Oboisten Albrecht Mayer, der mit renommierten Musikpartnern Werke von Britten, Mozart, Ravel und Moeran präsentiert. Zu den weiteren Höhepunkten zählen das vielfach ausgezeichnete Amelio Trio (15. Oktober) sowie die junge Pianistin Liya Wang, die nach ihrem Erfolg beim ARD-Musikwettbewerb erstmals in Bamberg zu erleben ist (20. November). Ein Neujahrskonzert lädt am 3. Januar unter dem Motto „Von Bach bis Johann Strauss“ nach Bamberg ein: Die zehn Spitzenmusiker von German Brass interpretieren Werke von Johann Sebastian Bach, Giuseppe Verdi, Leonard Bernstein, Hans Zimmer und Johann Strauss. Die Akademie für Alte Musik Berlin ist am 28. Februar zu Gast und präsentiert unter anderem Antonio Vivaldis Zyklus „Die vier Jahreszeiten“. Ausgewählte Lieder von Carl Loewe, Hugo Wolf und Franz Schubert gibt Bariton Konstantin Krimmel gemeinsam mit Ammiel Bushakevitz am Klavier am 31. März zum Besten. Das Abschlusskonzert gestaltet der niederländische Cellist Pieter Wispelwey am 9. Mai. Zu hören sind sechs Solo-Suiten von Johann Sebastian Bach.
Die Bamberger Symphoniker haben das Motto „bewegt“ über ihre neue Saison gestellt, was nicht nur symbolisch gemeint sein dürfte, sondern auch im wörtlichen Sinne zu einem Reiseorchester passt. In der letzten Ausgabe haben wir über das neue Programm ausführlich berichtet und wollen an dieser Stelle nur noch einmal auf die Saisoneröffnung am Stammplatz in Bamberg am 26. September mit Werken von Esa-Pekka Salonen („Helix“) und Franz Schubert, dessen Symphonie Nr. 8, die sogenannte „Große“, den Abend beschließt, erinnern.
Die Kulturfreunde Bayreuth setzen in ihrer neuen Saison auf Neuerungen, nicht nur musikalischer Art: Die neue Konzerthalle im Friedrichsforum
ist fertig und wird offiziell bespielt. Und wie! Am 16. Oktober treten die Stuttgarter Philharmoniker mit Werken von Camille Saint-Saëns, Igor Strawinsky und Mozart auf. Eine Woche später ist Rafal Blechacz zu Gast und präsentiert Beethoven, Bach und Chopin am Klavier. Am 30. Oktober kommen die Bamberger Symphoniker vorbei. Weiter geht es dann Ende November mit einem Konzert des Niels Gade Quartets. „Liebesfreud und Liebesleid“ gibt es am 4. Dezember mit dem Duo Pavlenko & Kowollik. Das neue Jahr beginnt mit internationalen Namen: Die amerikanische Pianistin Claire Huangci präsentiert gemeinsam mit der Staatskapelle Weimar unter Leitung von Ivan Repušić Werke von Pejačević, Rachmaninow und Rimski-Korsakow. Gustav Mahlers 5. Symphonie steht im Zentrum eines Konzerts am 3. März. Das Waseda Symphony Orchestra wird begleitet von den rhythmischen Trommelschlägen des Eitetsu Fu-un no Kai Taiko-Trommelensembles, ange-
führt vom renommierten japanischen Taiko-Künstler Eitetsu Hayashi – eine unvergleichbare Energie! Ein paar Tage später wird es mit den Hanke Brothers experimentell: Unter dem Motto „Express Yourself“ vermischen sich Klassik, Jazz und Pop zu einem mitreißenden musikalischen Abenteuer. Zum Saisonabschluss im Friedrichsforum haben die Kulturfreunde Bayreuth das TaleaTrio (9. April) und die Nürnberger Symphoniker mit der Sopranistin Marlis Petersen (16. April) geladen.
Das Philharmonische Orchester des Landestheaters Coburg kündigt bereits jetzt sein traditionelles Neujahrskonzert an, auf das wir nun schon gerne hinweisen, weil es ab sofort möglich ist, für dieses beliebte Event Karten zu bestellen. Es findet am 6. Januar zweimal statt (11 und 19 Uhr), Spielort ist das Globe-Theater. Zuvor kommen jedoch sechs Sinfoniekonzerte und drei Sonderkonzerte dran, darunter der „Ring an einem Abend“, also die verkürzte Version von Richard Wagners Tetralogie. Das erste Konzert der sinfonischen Reihe findet am 26./27. September statt, natürlich ebenfalls im Globe. Tommaso Turchetta dirigiert die Alpensinfonie von Richard Strauss und die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers „Freischütz“, Jonian Kadesha interpretiert das Violinkonzert von Jean Sibelius. Auf das zweite Konzert der sinfonischen Reihe wird man bis kurz vor Weihnachten warten müssen.
Der Verein e.V. Coburg setzt seine Konzertreihe 2026 mit „Trialogues“, präsentiert vom Trio Orelon am 19. Oktober fort. Neben Werken von Lili Boulanger und Gabriel Fauré erklingt Anton Arenskys selten gespieltes Trio d-Moll. Zu „Christmas in Motion“ wird schließlich am 7. Dezember geladen. Als festliches Finale des Kalenderjahres präsentieren die gefeierte Cellistin Raphaela Gromes, der vielseitige Pianist Julian Riem und das brillante SIGNUM saxophone quartet ein Weihnachtsprogramm voller Überraschungen. Veranstaltungsort ist jeweils das Foyer der HUK-Coburg.
Im Stadttheater Fürth gibt’s Klassik in vielen Formationen, so z.B. am 25. Oktober, wenn Violinist Miki Kekenj mit dem Singer/Songwriter Joris moderne Songs in eine klassische Tonsprache übersetzt. Weihnachtlich wird es dann am 3. Dezember zur Christmas Vocal Night mit einem Doppelkonzert des Vokalensemble „magpie alley“ und des Chors „Greg is Back Junior“. Weihnachtslieder gibt es auch am 9. Dezember mit Quadro Nuevo. Etwas aufregender wird es dann im neuen Jahr: Unter dem Titel „Anarchy in the Ukulele“ kommt das Londoner Ensemble „The Ukulele Orchestra of Great Britain“ erneut ins Stadttheater. Wollten Sie nicht schon immer einmal ABBA, ZZ Top, Tschaikowsky oder gar Lady Gaga auf der Ukulele hören?
Der gVe Erlangen hat für sein Jubiläumsprogramm große Sinfoniekonzerte, aber auch Kammermusik und Familienkonzerte geplant. Unter dem Titel „Klingt gut“ wird die Zusammenarbeit mit dem schauspiel erlangen weitergeführt: Die dritte Ausgabe widmet sich einem Thema, das Musik und Literatur seit jeher inspiriert: der Nacht. Chopins Nocturnes treten in Dialog mit Texten verschiedener Epochen, von der Frühromantik bis ins Heute. Termine sind der 23. und 25. Oktober. Mit Julia Fischer ist am 3. Februar eine der herausragendsten Geigerinnen unserer Zeit zu Gast in Erlangen. Nicht wegzudenken aus dem Programm ist außerdem das Gastspiel des London Philharmonic Orchestra am 3. Dezember. Gemeinsam mit Patricia Kopatchinskaja an der Violine, die für ihre wilden Ausbrüche bekannt ist, wird unter der Leitung des Chefdirigenten Edward Gardner unter anderem Schostakowitschs Violinkonzert präsentiert. Ein besonderes Konzert wartet auch zum Ende der Saison auf das Publikum, wenn der koreanische Superstar Seong-Jin Cho zum Klavierabend lädt. Termin: 11. Mai.
Das Philharmonische Orchester Erfurt plant für die kommende Saison nicht weniger als elf Sinfoniekonzerte, beginnend mit einem Auftritt des Artist in Residence der Saison, Christian Schmitt, am 3. September. Er wird eingangs die „Toccata festiva“ von Samuel Barber spielen, anschließend ein virtuoses Werk von Franz Liszt und einen Opernchoral von Giacomo Meyerbeer in der Bearbeitung von Marcel Dupré. Beethovens 5. Symphonie beschließt dieses von Generalmusikdirektor Hermes Helfricht geleitete Konzert. Alle Sinfoniekonzerte finden jeweils an zwei Terminen (Donnerstag und Freitag) statt. Ebenfalls gleich im September sind die Familien dran. Unter der Moderation von Juri Tetzlaff und der musikalischen Leitung von Hermes Helfricht wird sich das Orchester am 20. des Monats auf eine Moldau-Flussfahrt begeben und von der Quelle im Böhmerwald bis nach Prag fahren. Die Musik ist natürlich von Friedrich Smetana.
Am Landestheater Eisenach sind acht Sinfoniekonzerte und mehrere Sonderkonzerte geplant, beginnend mit dem Festkonzert der Thüringen Philharmonie am 2. Oktober, das unter dem Motto „Wanderer zwischen den Welten“ das „Beste aus 375 Jahren“ präsentieren wird. Es dirigiert Markus Huber.
Die Gunzenhäuser Konzertreihe geht ab dem 11. September in die sechste Runde und bietet mit dem Bläserquintett Moraguès Werke von Mozart und Dvorak. Am 15. November werden die Brüder Lionel Martin (Violoncello) und Demian Martin (Klavier) zu Gast sein. 30 Jahre Elbtonal Percussion werden am 24. Januar unter dem Titel „Von Bach bis Radiohead“ gefeiert. Das Schweizer Klaviertrio Barvinsky ist dann im März zu Gast. Den Abschluss der Gunzenhausener Saison bietet das dogma chamber orchestra unter Leitung von Mikhail Gurewitsch am 18. April.
Bei den Hofer Symphonikern geht es zu Saisonbeginn am 25. September in der Freiheitshalle Hof um „Lyrik und Leidenschaft“, und das mit dem 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms und der „Symphonie Pathétique“ von Peter Tschaikowsky. Chefdirigent Martijn Dendievel leitet das Konzert, Herbert Schuch ist der namhafte Solist. Das nächste Konzert am 16. Oktober verspricht „Schlagzeugfeuer“ – da sind wir mal gespannt! Insgesamt sind elf Symphoniekonzerte in dieser Saison vorgesehen.
Das ensemble KONTRASTE stellt seine neue Saison unter das Motto „INTO THE FIRE“ und bezieht sich damit gleichzeitig auf die Ambivalenz des menschlichen Lebens, aber auch auf die aktuellen Krisen unserer Gegenwart, voran die Klimakrise. Eine Saison, die sich am Puls der Zeit bewegt. Vorgestellt wird die Saison am 25. Oktober in der Tafelhalle Nürnberg. Das erste Konzert rückt unter dem Titel „Into the Fire“ das tragische Schicksal der französischen Bildhauerin Camille Claudel in den Mittelpunkt. 30 Jahre war sie aufgrund ihres Geschlechts in einer Anstalt eingesperrt, was Jake Heggie dazu inspirierte, einen bewegenden Liederzyklus für Mezzosopran und Streichquartett zu schreiben. „Gigantisch“ geht es mit einem Neujahrskonzert ins Jahr 2027. Am 6. Februar verbinden sich schließlich Stummfilm und moderne Musik zu einem Gesamtkunstwerk: Gezeigt wird „Berlin – die Sinfonie der Großstadt“. Das Thema Klimakrise wird beim vierten Konzert unter dem Titel „Toward the Sea“ (21. März) aufgegriffen. Live-Visuals von Paul Bießmann begleiten das Konzert. Zum Abschluss der Saison gibt es ein Podcast-Livekonzert zum Thema „Operation Gomorrha – Ein Feuersturm fegt durch Hamburg“. Eine wichtige Debatte über Erinnerung und deutsche Verantwortung. Termin ist der 11. April.
Die Hofkapelle Meiningen bietet ab Saisonbeginn am 7. Oktober acht Sinfoniekonzerte an, plus weitere Sonderkonzerte. Auf dem Programm steht alles vom französischen Barock bis zu frisch gedruckten Werken der Gegenwart. Es ist die letzte Saison von GMD Killian Farrell. Zum Abschiedskonzert am 7. Juli dirigiert er eines seiner Lieblingswerke: die monumentale Auferstehungssinfonie von Gustav Mahler. Mit „Mise le meas“ (gälisch: freundliche Grüße) wird sich der junge Dirigent nach vier Jahren in Meiningen verabschieden.
Die Neumarkter Konzertfreunde planen für die Saison 2026/27 elf Termine für ihre exquisite Konzertreihe im historischen Reitstadel und können auf illustre Gäste hoffen. Zum Auftakt der Saison am 23. September versammelt sich eine hochkarätige Solistenriege mit Werken von Schumann, Martinů und Arensky zu einem exklusiv für Neumarkt konzipierten Kammermusikprogramm. Am 12. Oktober macht das international gefeierte Jubiläumsprojekt „Haydn2032“ Station in Neumarkt und feiert Joseph Haydns Sinfonien in historisch informierter Aufführungspraxis – ergänzt durch Werke von Gregor Joseph Werner und Gioachino Rossini. „Ein Schwede in Paris“ ist am 16. Oktober zu Gast: Klarinettenvirtuose Martin Fröst und der Pianist Roland Pöntinen entführen in die schillernde Klangwelt der französischen Musik. Weiter geht es „Im Volkston“ am 13. November: Der Tenor Ian Bostridge und das Oberon Trio verbinden Schuberts romantische Klangwelt mit Haydns Volksliedbearbeitungen und englischen Folksongs. Unter den Titel „Licht und Schatten“ ist das Programm am 10. Dezember gestellt, wenn das Streichquartett Meta4 Werke von Fanny Hensel, Jouni Kaipainen und Maurice Ravel präsentieren.
Weiter geht es im neuen Jahr mit der lautten compagney BERLIN und Wolfgang Katschner, welche am 27. Januar mit „The Lute Songbook“ barocke Meisterwerke von Dowland und Purcell mit raffinierten Bearbeitungen moderner Klassiker verbinden. Drei herausragende Kammermusiker:innen sind im März zu Gast: Tobias Feldmann, Andrei Ioniță, Nathalia Milstein. Mit der Geigerin Lisa Batiashvili und dem Pianisten Giorgi Gigashvili treffen am 24. März zwei Ausnahmekünstler aufeinander und gestalten ein hochkarätiges Programm mit Werken von Beethoven, Bartók und Franck sowie einer Uraufführung von Josef Bardanashvili. Zum „Concert des Six“ wird am 23. April geladen, während der renommierte Pianist Itai Navon am 13. Mai zum poetischen Soloprogramm bittet. Der Saisonabschluss am 30. Mai ist unter den Titel „Pilgerjahre“ gestellt. Der Schweizer Pianist Francesco Piemontesi begibt auf eine klangvolle Reise durch Schuberts lyrische G-Dur-Sonate und Liszts berühmte Années de pèlerinage,
Die Hörtnagel Meisterkonzerte Nürnberg beginnen am 3. Oktober mit einem Klavierabend mit Krystian Zimermann. Symphonisch geht es im November weiter, aber dann kommt's dicke: Der pianistische Überflieger Lukas Sternath gastiert am 18. November mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter dem Dirigat von Kazuki Yamada, gefolgt von den Bamberger Symphonikern, die am 5. Dezember von Vladimir Jurowski dirigiert werden. „Weihnachten mit Daniel Hope!“ gibt es am 16. Dezember. Wie der Titel bereits verrät, kann Festliches aus Werken von Mozart, Vivaldi, Tschaikowsky und John Rutter erwartet werden. Bis zum 30. Juni schließen sich vier weitere hochkarätige Meisterkonzerte in vielfältiger Besetzung an. Den Abschluss macht der japanische Pianist Hayato Sumino, welcher auch unter dem Namen „Cateen“ auf YouTube für seine brillante Musikalität bekannt ist. Für sein Hörtnagel-Debüt legt er den Fokus auf die Klangwelten Chopins. Alle Konzerte finden in der Meistersingerhalle statt.
NürnbergMusik hat in symphonischer Hinsicht die Vorfreude auf die neue Saison schon geweckt durch die Ankündigung des Tonkünstler Orchesters und Herbert Pixner sowie deren Programm „Symphonic Alps reloaded“ am 15. Oktober. Hier trifft alpine Volksmusik auf klassische Symphonik. „Bach in Space“, also Auszüge aus seinen Werken gepaart mit beeindruckenden Bildern vom Universum, gibt es am 27. Dezember zu erleben. Nicht weniger magisch wird es, wenn „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ am 28. Dezember mit einer Live-Einlage der Hofer Symphoniker kombiniert wird. Zum Jahreswechsel gestaltet das Leipziger Symphonieorchester in der Meistersingerhalle eine festliche Tschaikowsky-Gala. Auf dem Programm stehen mitreißende Höhepunkte der Romantik: die Polonaise aus „Eugen Onegin“, Tschaikowskys 1. Klavierkonzert in b-moll sowie seine 5. Symphonie. Als immersives Konzert gibt es Vivaldis „Die Vier Jahreszeiten“ nur wenige Tage zu erleben.
Über das neue Programm der Nürnberger Symphoniker haben wir in der letzten Ausgabe bereits ausführlich berichtet. Insgesamt sind 19 Symphonische Konzerte geplant, zusätzlich natürlich Sonderformate wie Adventskonzerte, Neujahrskonzerte und am Saisonende das traditionelle Klassik Open Air im Luitpoldhain.
Die Philharmonischen Konzerte des Staatstheaters Nürnberg beginnen zwar erst nach dem großen Theaterfest am 19. September, das als singuläres Theaterereignis unter dem Titel „Rausch“ stattfindet, aber am 23. Oktober geht's dann wirklich los mit dem 1. Philharmonischen Konzert und Werken von Edward Elgar, Hans Rott und Richard Wagner. Von Letztgenanntem erklingt das Vorspiel zum "Lohengrin", von Elgar das Violoncellokonzert e-moll. Besonderes Augenmerk verdient die 1. Symphonie von Rott, diesem großen österreichischen Komponisten und Freund Gustav Mahlers, der als „Unvollendeter“ gilt und erst in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde. Das breite Konzertprogramm kann man auf der Webseite des Theaters nachschauen.
Die Schüttbau Meisterkonzerte laden ab dem 19. September wieder zu außergewöhnlichen Konzerterlebnissen nach Rügheim ein. Den Auftakt gestalten Lautenist Andreas Arend und Thomas Friedlaender mit ihrem poetischen Programm „Lieder vom Wasser“. Im Herbst folgt das preisgekrönte Duo StringBreeze, das mit Violine und Akkordeon zu einem „Tanz durch die Epochen“ einlädt (24. Oktober). Am 29. November ist das Ensemble il capriccio zu Gast und am 27. Februar die neu gegründete Percussion-Formation DoubleBeats. Weitere Höhepunkte sind der Klavierabend des international gefeierten Pianisten Martin Stadtfeld (11. April) sowie das MusikGedankentheater „Herkules – Von der Sehnsucht, ein Mensch zu sein“ zum Saisonabschluss am 30. Mai 2027.
Das Philharmonische Orchester Regensburg plant für die neue Saison acht Philharmonische Konzerte mit einem Auftakt am 1. Oktober, der unter dem Dirigat von GMD Stefan Veselka Werken von J.S. Bach, Anton Webern und Felix Mendelssohn-Bartholdy gewidmet ist. Besonderes Interesse dürfte dem Solobeitrag gelten, Giya Kanchelis Konzert für Viola und Orchester. Natürlich wird es in der kommenden Saison auch wieder die beliebten Familienkonzerte sowie die Krabbelkonzerte (Auftakt ist am 27. September) geben.
Der Musikverein Regensburg setzt erneut auf internationale Spitzenensembles und außergewöhnliche kammermusikalische Begegnungen. Zum Auftakt am 2. Oktober gastiert das Amatis Trio mit Werken von Tarrodi, Mendelssohn und Schubert. Zu den besonderen Höhepunkten zählt der Abend mit dem Salaputia Brass Quintett, das mit virtuoser Bläserkunst und einem abwechslungsreichen Programm begeistert (18. Oktober). Ein weiterer Höhepunkt der Saison ist das Konzert des Notos Quartetts, das Werke von Mozart, Walton und Schumann auf höchstem kammermusikalischem Niveau präsentiert (1. Dezember).
Beim Theater der Stadt Schweinfurt kann man stets mit Orchestereinladungen rechnen, aber noch standen die Termine nicht fest.
Die Staatskapelle Weimar am DNT beginnt ihre neue Saison bereits am 28./30. August. Dieses Sonderkonzert anlässlich des Weimarer Kunstfestes präsentiert einen Meilenstein der Orchestermusik des 20. Jahrhunderts: Gustav Holsts „Die Planeten“. Auch die Ouvertüre dazu ist bemerkenswert. Javier Huerta Gimeno wird die berühmten „Fratres“ von Arvo Pärt dirigieren, eine Musik, die Holsts kosmischer Musik den Raum öffnen kann, und das in einem Stil, der durch radikale Reduktion, spirituelle Tiefe und die meditativen "Tintinnabuli"-Klänge eine beinahe zeitlose Ruhe beschwört. Das Stück ist für die Besetzung Streichorchester und Schlagzeug geschrieben.
Bei den Konzerten auf Schloss Weißenbrunn wird am 18. September mit „Schwanengesang“ in die neue Saion gestartet. Octavie Lalonde (Violoncello) und Artem Belogurov (Klavier) sind zu Gast. Das Grand Duo präsentiert am 25. Oktober Werke von Schubert, Schumann und Mendelssohn. Am 8. November gibt es ein Benefizkonzert des Rotary Club Obermain für "Musik macht stark". Der Meister und der Schüler Ludwig van Beethoven und Ferdinand Ries stehen im Zentrum. Am 5. Dezember präsentiert Dmitry Ablogin einen kulinarischen Klavierabend, bevor die Saison mit dem Preisträgerkonzert des Fanny-Hensel-Wettbewerbs am 9. Januar beschlossen wird.
Das Philharmonische Orchester Würzburg begibt sich gemäß des neuen Saisonmottos des Mainfranken Theaters „Auf zu neuen Ufern“ auf symphonische Entdeckungsreise. Dazu gehört ein „Galakonzert Debut“ am 26. September, das den Finalisten des 13. Europäischen Gesangswettbewerbes „Debut“ gewidmet ist. Es findet in der Tauberphilharmonie Weikersheim statt und steht unter der musikalischen Leitung von GMD Mark Rohde. Auftakt für die Reihe von sieben Sinfoniekonzerten des Orchesters ist am 1./2. Oktober im Großen Saal der Hochschule für Musik. Anton Bruckners mächtige 5. Symphonie wird alleine auf dem Programm stehen, Mark Rohde wird sich interpretatorisch darum kümmern.
Die Würth Philharmoniker beginnen ihre Saison mit einem wie immer üppigen Konzertprogramm am 26. September im großen Saal des Carmen Würth Forums. Beethovens Coriolan-Ouvertüre ist dafür ein würdiges Entrée. Des Weiteren werden im Auftaktkonzert Robert Schumanns Konzert für Violoncello und Orchester und als Finale die 3. Sinfonie F-Dur von Johannes Brahms aufgeführt. Die Solopartie liegt in den Händen von Pablo Ferrández, das Dirigat übernimmt David Afkham. Die Konzertreihe wird am 17. Oktober fortgeführt.
Seit 2021 veranstalten die Kulturfreunde Bayreuth hochkarätige Liederabende im Haus Wahnfried, der Villa Richard Wagners in Bayreuth. Der Saal ist nicht allein wegen seiner musikhistorischen Relevanz ein perfekter Ort für Kammermusik. Auch sorgt das besondere Flair des Hauses für die nötige Intimität, die einen Konzertabend zu einem besonderen Erlebnis macht. Zum Start in die neue Saison wird gleich zu zwei Konzerten ins Haus Wahnfried geladen.
Am 20. September sind die russisch-amerikanische Sopranistin Erika Baikoff und einer der gefragtesten Liedbegleiter seiner Generation, Daniel Heide (Klavier), zu Gast. Sie präsentieren Lieder von Clemens Krauss (aus den Gesängen nach Rainer Maria Rilke), Furtwängler, Hindemith, Bernstein, Liszt und Strawinsky. Weiter geht es dann am 4. Oktober mit Rafael Fingerlos (Bariton) und Sascha El Mouissi (Klavier), welche Lieder von Mozart, Beethoven, Schubert, Cornelius, Bruch und Brahms darbieten.
Und für alle, die gerne etwas längerfristig planen: Am 17. Januar laden die Kulturfreunde Bayreuth erneut ins Haus Wahnfried ein, wenn Bariton Martin Hässler und Akemi Murakami am Klavier Lieder von Robert Schumann und Clara Schumann vorstellen.