Klassiker

Wie klingt Heimat?

Der GÜLDENE Herbst. Das Festival Alter Musik Thüringen steht unter dem Motto „HEIMAT KLÄNGE“

veröffentlicht am 15.09.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Barbara Pittner

Anastasia Timofeeva ist am 26. September zu Gast

Anastasia Timofeeva ist am 26. September zu Gast, Foto © Janine Escher

Auf eine abwechslungsreiche Konzertreise begibt sich der GÜLDENE HERBST – Festival für Alte Musik Thüringen vom 25. bis 27. September 2026 in der Residenzstadt Gotha und Umgebung. Das Motto: „HEIMAT KLÄNGE“.

Thüringen und die Musik der Familie Bach gehören zwingend zusammen. So stimmen BACHS ERBEN bereits beim Festivalprolog am 20. September in der Herderkirche in Weimar auf das renommierte Festival der Alten Musik ein. Auf dem Programm stehen Bachs „Bauernkantate“ sowie barocke Tänze, getanzt von der Thüringer Landestrachtengruppe.

Mit einer musikalischen Verbeugung – „Die Bachs: Eine Musikerdynastie“ – eröffnet die Akademie für Alte Musik Berlin mit der Oboistin Xenia Löffler am 25. September 2026 den GÜLDENEN HERBST in der Augustinerkirche.

Zuvor legt der Aperitif-Vortrag „Sihst hul’ch dich mit Musike!“ humorvoll die Verbindung zwischen Dialekt und Heimat dar (25. September, Augustinerkloster).

Die Familie Bach bleibt auch präsent, wenn Festivalleiterin Alice Lackner gemeinsam mit der Cembalistin Anastasia Timofeeva und dem Schauspieler Ralph Sählbrandt am 26. September im Ekhof-Theater „Eine wohltemperierte Ehe“ vorstellen.

Dass Heimat und Landschaft eng miteinander verbunden sind, zeigt die „Landpartie“ am 26. September durch das „Sagenhafte Thüringen“ zu den Orgeln in Holzhausen, Mühlberg und Wechmar.

Musik made in Thüringen – dazu zählen auch die Kompositionen des Gothaer Hofkapellmeisters Wolfgang Carl Briegel, dessen 400. Geburtstag im Festgottesdienst am 27. September in der Margarethenkirche gefeiert wird.

Über die Frage „Was ist Heimat?“ diskutieren am Nachmittag des selben Tages Knut Kreuch, Oberbürgermeister der Stadt Gotha, sowie Experten aus Kultur und Wissenschaft in der Schlosskirche von Schloss Friedenstein.

Die Kultur Thüringens in der Barockzeit zeichnete sich durch enge Verbindungen in den gesamten europäischen Raum aus. „Der Schmelztiegel Thüringen“ – so lautet auch der Titel des Abendkonzerts am 26. September im Festsaal von Schloss Friedenstein. „Suite oder seriell?“ Dieser Frage geht das Nachtkonzert im Anschluss in der Forschungsbibliothek des Schlosses nach.

Am 27. September 2026 verabschiedet sich das Festival tragisch und heimatnah mit „Romeo und Julie“ im Ekhof-Theater.

Die Gewinner des diesjährigen Ideenwettbewerbs – das Ensemble La Tirata und Lasse-Marc Riek (Sound Performance) – stellen ihre Werke am 27. September in der Orangerie vor.

Weitere Informationen zu Festivalpässen, Tickets, den teilnehmenden Ensembles und Kunstschaffenden unter www.gueldener-herbst.de

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