Musikangebot mit überraschend Bekanntem
Die fränkische Klassikszene bietet auch außerhalb der großen Reihen und Häuser viel Interessantes
veröffentlicht am 30.05.2026 | Lesezeit: ca. 5 Min. | von Elke Walter
Neben den großen Konzertanbietern gibt es auch bei anderen fränkischen Veranstaltern viele kleinere Klassikformate zu entdecken. Bekannte Namen stehen da auf den Besetzungslisten, aber durchaus auch Musikerinnen und Musiker, die vielleicht schon morgen zu den Stars zählen könnten.
Beim Stadttheater Aschaffenburg steht am 24. Juni, 19.30 Uhr, ein Abend mit dem Prague Royal Chamber Orchestra auf dem Programm. Das Konzert findet in der Stadthalle am Schloss statt. Unter der Leitung von Heiko Mathias Förster werden Werke von Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns und Edvard Grieg zu hören sein. Als Solistin an der Violine ist Alissa Margulis zu erleben. Eine Einführung zum Programm gibt es vorab durch Dr. Andreas Bomba, dem früheren Intendanten der Ansbacher Bachwoche.
Das Theater Ansbach bietet am 18. und 19. Juni Klassik für Kinder ab dem Grundschulalter unter dem Motto „Ein Konzert für die Grundschule Inside Out – Was macht Musik mit mir?“ an. Das Ensemble Interchange präsentiert auf kindgerechte Weise Musik von Antonio Vivaldi, Henry Purcell, Georg Friedrich Händel oder auch Marco Uccellini, in der Besetzung Blockflöten, Barockcello, Lauten, Cembalo und Truhenorgel sowie Gesang.
Am 28. Juni, um 16 Uhr, steht im Onoldiasaal das deutsche Volkslied aus allen Epochen im Mittelpunkt eines Konzertes mit dem AmadeusChor Neuendettelsau unter der Leitung von Julian Hauptmann. Volkslieder finden sich unter anderem auch im Repertoire vieler Liederabende. Es moderiert Susanne Hoch, die Leiterin der Konzertsparte des Theaters Ansbach. Am Klavier begleitet der renommierte Pianist Paul Sturm.
Chorkunst und Kammerorchesterklang treffen am 19. Juli, 17 Uhr, in der Ansbacher Johanniskirche aufeinander. Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Fanny Hensel oder auch Joseph Haydn stehen, unter der Leitung von Justus Merkel, auf dem Programm. Akteure des Abends sind das Vokalensemble Sonat Vox sowie das Ansbacher Kammerorchester.
Im Programm seiner Ausgabe zum 40-jährigen Jubiläum bietet der Ebracher Sommer vom 11. Juni bis 18. Juli interessante Formate an. Am 28. Juni, 15 Uhr, kommen Musikschaffende des Leipziger Gewandhausorchesters unter der Leitung von Gerd Schaller in den Kaisersaal Ebrach. „Barock Virtuos“ ist das Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel überschrieben. Zu hören werden etwa Bachs Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068 oder auch Händels „Wassermusik“ sein.
Am 26. Juli, um 17 Uhr, geht es dann unter dem Motto „Klangkathedrale“ in die Ebracher Abteikirche. Musik von Anton Bruckner steht bei der Philharmonie Festiva, unter der Leitung von Gerd Schaller, auf dem Programm. Musikerinnen und Musiker der besten deutschen Klangkörper bilden dieses, von seinem Dirigenten 2008 gegründete, Spitzenorchester.
Das Stadttheater Fürth lädt am 20. Juni, 19.30 Uhr, zu einem Abend mit dem Fauré Quartett und der Sopranistin Anette Dasch ein. Auf dem Programm stehen Werke von Johannes Brahms, Richard Wagner und Gustav Mahler. Zu hören sind unter anderem Brahms‘ Klavierkonzert c-Moll op. 60 oder auch Wagners Wesendonck-Lieder.
Lukas Sternath gilt als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten. Ins Stadttheater Fürth kommt er am 16. Juli, 19.30 Uhr, zu einem Klavierrezital, mit Werken von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven.
Einmal auf die Bühne hinter den Eisernen Vorhang, das können die Besucherinnen und Besucher beim „Intergalaktischen Konzert“ im Fürther Stadttheater am 15. Juli erleben. Es findet im Rahmen des Komponistinnensommers statt. Das Konzept ist speziell, bringt Romantik, Crossover und Sphärenklänge zusammen. Auf der Bühne des Stadttheaters, die zum Klang-Raumschiff wird, so die Ankündigung, seien die Sterne zum Greifen nah. Inbegriffen ist auch die Uraufführung einer kosmisch-kreativen Ensemble-Performance der südkoreanischen Komponistin Yulin Kim.
Die Freunde der Kammermusik Uffenheim laden am 5. Juli, 18 Uhr, zu einem Kammermusikabend mit Sebastian Breuninger (Violine) sowie der Pianistin Tomoko Takahashi ein. Das Duo im Musikpavillon Uffenheim präsentiert Werke, unter anderem von Johann Sebastian Bach, Gabriel Fauré, Frederick Delius oder auch Franz Schubert.
Bei den Neumarkter Konzertfreunden gibt es am 21. Juni, 18.30 Uhr, „Musique Française“ mit dem Trio Moreau. Wiederentdeckte oder selten gespielte Werke, etwa Werke von Claude Debussy, Rita Strohl oder auch Camille Saint-Saëns, stehen auf dem Programm des Klaviertrios.
Das Theater Regensburg lädt am 28. Juni, 19 Uhr, zu einem Hauskonzert ins Foyer des Neuhaussaals ein. Mit Bach, Beethoven, Debussy, Schumann und Strawinsky geht es auf eine spannende musikalische „Zeitreise“.
Streichquartett-Glanz gibt es am 20. Juni, 19.30 Uhr, in der TauberPhilharmonie Weikersheim mit dem bekannten Aris Quartett. Das Programm widmet sich Maurice Ravel zu dessen 150. Geburtstag. Zusammen mit der Pianistin Ulrike Payer, der Sopranistin Christiane Karg sowie Dominique Horwitz, Schauspieler und Sprecher, lassen die vier Streicher den Komponisten in Werken und Texten aufleben.