Virtuose Klavierkunst in der Wagnerstadt
Mit dem 24. Klavier-Festival Bayreuth präsentiert die Klaviermanufaktur Steingraeber außergewöhnliche Konzertformate
veröffentlicht am 22.06.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Elke Walter
Klavier und Bayreuth: Da gelangt man sehr schnell zur Klaviermanufaktur Steingraeber, die zu den führenden Instrumentenbauern ihres Fachs gehört und so auch mit den Bayreuther Festspielen verbunden ist. Neben der Entwicklung und Herstellung hervorragender, auch innovativ gedachter Konzertflügel und Klaviere gehört auch die Organisation von Konzerten zum Konzept des Unternehmens, das in siebter Generation von den Geschwistern Fanny und Alban Steingraeber geleitet wird. Unter den zahlreichen Projekten findet sich auch das Bayreuther Klavier-Festival, das 2026 in seine 24. Auflage geht.
Drei hochkarätig besetzte Klavierabende mit ganz unterschiedlichen Programmen stehen im Juni und Juli auf dem Programm. Am 2. Juli, 19.30 Uhr, spielt im Großen Haus des gerade erst wiedereröffneten Friedrichforums das Klavierduo Martin Stadtfeld und Lilian Akopova. Zu hören werden Klavierwerke aus drei Jahrhunderten sein, etwa von Mozart, Rachmaninow, Bach oder Mahler. Die beiden Klaviervirtuosen sind auch mit der Fantasie f-Moll für Klavier zu vier Händen aus Schuberts Todesjahr zu erleben.
Mit großen Namen geht es am 23. Juli, 19.30 Uhr, im Markgräflichen Opernhaus weiter. Pianist Kid Armstrong und Schauspielerin Katharina Thalbach präsentieren unter dem Titel „… von Takt zu Takt …“ einen außergewöhnlichen Klavierabend, unter anderem mit Texten von Edvard Grieg, Camille Saint-Saëns oder Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Lese-Kunst trifft auf Tastenkunst, Richard Wagner auf Zeitzeugen.
Unter dem Motto „Revolution und Kunst“ folgt am 26. Juli, 11 Uhr, eine Liedmatinee im Kammermusiksaal des Steingraeber Hauses. Das Konzert ist Wilhelmine Schröder-Devrient, einer der größten deutschen Opernsängerinnen des 19. Jahrhunderts, gewidmet. Sarah Wegener, Götz Payer und Anno Mungen gestalten mit Gesang, Klavier und Lesungen ein buntes Programm auf den Spuren der legendären Sängerin. In Liedern von Franz Schubert und Robert Schumann, die Wegener (Sopran) und Payer (Klavier) interpretieren werden, sowie in ausgewählten Texten wird Wilhelmine lebendig.
Als besonderes Event gilt auch eine Ausstellung im Steingraeber Haus (Vernissage: 22. Juli), mit Werken von Antoine Wagner, dem Ururenkel Richard Wagners und Sohn von Eva Wagner-Pasquier, der ehemaligen Leiterin der Bayreuther Festspiele. Der multidisziplinäre Künstler, der in New York lebt, wird unter anderem einen Steingraeber-Flügel gestalten.
Informationen zu den genannten Terminen sowie zum gesamten Programm gibt es unter www.steingraeber.de sowie www.friedrichsforum.de.