Erster Flügelschlag und großes Abenteuer
Die Kindertheater der Region sind auf Entdeckungsreise
veröffentlicht am 13.06.2026 | Lesezeit: ca. 8 Min. | von Hannah Manson
Im Theater Altenburg Gera wird es am 7. Juni mit „Schneewittchen“ (ab 4 Jahren), einem liebevoll inszenierten Marionettenspiel, märchenhaft. Ende Juni folgt mit „Tistou mit den grünen Daumen“ (ab 8 Jahren) eine poetische Geschichte über Fantasie und Veränderung. Im Juli steht „Der kleine hässliche Vogel“ (ab 4 Jahren) steht am 1., 2. und 5. Juli auf dem Spielplan und erzählt von Außenseitertum und Selbstakzeptanz.
Das Kinder- und Jugendtheater Ansbach lädt am 13. Juni mit „Zauberzeichen“ (ab 5 Jahren) zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Schrift ein, bei der Kinder spielerisch erkunden, wie Zeichen zu Worten werden. Musikalisch wird es beim Familienkonzert „Inside Out – Was macht Musik mit mir?“, bei dem es auf eine musikalische Entdeckungsreise in die Welt der Gefühle geht.
Die Studiobühne Bayreuth feiert mit „Mutabor – Das Märchen von Kalif Storch“ (ab 5) am 21. Juni Premiere. Das Stück wird an den Folgeterminen am 5., 19. und 26. Juli erneut gezeigt. Es erzählt von Verwandlung, Neugier und den Konsequenzen von Entscheidungen.
Am 1. Juni begeistert im Landestheater Coburg das Kinderkonzert „Der Elefantenpups“ mit Direktor Fröhlich und seinem Zoo-Orchester ein junges Publikum mit humorvollen musikalischen Einfällen und tierischen Klängen.
Den ganzen Juni und Juli über steht „Der Räuber Hotzenplotz“ (ab 5 Jahren) auf dem Spielplan der Freilichtbühne des Landestheaters Dinkelsbühl. Der Klassiker erzählt mit viel Humor und Tempo von einem rücksichtslosen Räuber, einer bestohlenen Großmutter und den tapferen Freunden Kasperl und Seppel, die sich auf eine abenteuerliche Verfolgungsjagd begeben.
Im Landestheater Eisenach spielt am 1. und 2. Juni „Anne Frank“ (ab 14 Jahren) als eindringliche Stückentwicklung, die das Tagebuch der jungen Anne in eine bewegende Bühnenfassung überträgt. Für das jüngere Publikum folgt am 21. Juni „Die kleine Hexe“ (ab 6 Jahren), die von Mut, Gerechtigkeit und dem Wunsch erzählt, seinen eigenen Weg zu gehen.
Im schauspiel erlangen stehen junge Perspektiven im Mittelpunkt: Am 19. und 20. Juni feiert „GIRL“ (ab 12 Jahren) Premiere. Das ein Stück des Spielclubs Höhenflug beschäftigt sich mit Identität und Selbstfindung. Ebenfalls neu ist „I kill you back“ (ab 13 Jahren), das am 29. Juni uraufgeführt wird und sich mit Konflikten und Gegengewalt auseinandersetzt. Bereits am 27. und 28. Juni zeigt der Spielclub Aufbruch mit „Heute für die Zukunft gegen Mobbing“ (ab 8 Jahren) ein engagiertes Stück, das Kinder ermutigt, Haltung zu zeigen und für sich und andere einzustehen.
Das Theater Erfurt startet mit viel Fantasie in den Juni: Am 1. Juni kann beim „Quatschkonzert“ (ab 0) Musik spielerisch und überraschend erlebt werden. Abenteuerlich wird es am 9. und 13. Juni mit „In 80 Tagen um die Welt“ (ab 7 Jahren), einem temporeichen Theatererlebnis, das zeigt: Für große Abenteuer ist man nie zu alt. Am 11. Juni bringt „Karneval der Tiere“ (ab 5 Jahren) schließlich die Tierwelt musikalisch zum Leben.
Einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht das Theater Hof am 21. Juni bei einer Theaterführung für Kinder, bei der die kleine Besucherschaft entdecken kann, was sonst im Verborgenen bleibt und wie viel Magie hinter einer Aufführung steckt.
Große Gefühle bringt die Kinderoper „Adina und Nemorino oder der Liebestrank“ (ab 8 Jahren), die nach ihrer Premiere am 13. Juni am 20., 28. und 30. Juni sowie am 1., 2. und 19. Juli zu sehen ist. In dieser eigens für Kinder eingerichteten Fassung des Opernklassikers wird gesungen, gelacht und gelitten: Die erste große Liebe ist im Spiel. Ergänzt wird das Programm am 4. und 5. Juli durch das 4. Familienkonzert „Die märchenhafte Welt der Mutter Gans“, bei dem Maurice Ravels schillernde Musik bekannte und weniger bekannte Märchen in zauberhafte Klangwelten verwandelt.
Das Theater Mummpitz in Nürnberg lädt mit „Der Kobold und der Steinmetz“ (ab 6 Jahren) am 5., 6. und 7. Juli zu einer magischen Reise ein, die von Unzufriedenheit handelt und davon, wie man seinen eigenen Weg findet. Am 12. Juli wird beim großen Familientag „25 Jahre Kinderkultur im Kachelbau“ gefeiert. Das Fest verspricht ein buntes Programm an Theater, Musik und Mitmachaktionen. Ebenfalls im Juli bringt „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ (für Kinder ab 4 Jahren) am 12., 13., 14. und 15. Juli ordentlich Unruhe in den Wald, wenn schlechte Stimmung ansteckend wird. Zum Monatsende entführt „Iwein Löwenritter“ (ab 8 Jahren) vom 22. bis 28. Juli in ein klangvolles Ritterepos, in dem sich Hörspiel und Theater zu einem besonderen Erlebnis verbinden – auch geeignet für Menschen mit Sehbehinderung.
Im theater pfütze in Nürnberg wird im Juni gefeiert: Am 13. Juni lädt das Theater zum großen Jubiläum „40 Jahre Pfütze – ein Fest!“ ein, bei dem neben Festreden und einer Buchpremiere auch „Pettersson, Findus und der Hahn“ (ab 5 Jahren) mit Gebärdensprache auf dem Programm steht. Danach übernehmen die Theaterclubs die Bühne: Am 19. und 20. Juni zeigt der Theaterclub „Die fünfte Tür“ (ab 11 Jahren), während am 20. und 21. Juni mit „Mach die Fliege! Abschied nehmen leicht gemacht“ (ab 6 Jahren) ein sensibles und zugleich zugängliches Stück über das Thema Abschied präsentiert wird. Der Jugendclub bringt am 27. und 28. Juni mit „A fun night in“ (ab 12 Jahren) einen unterhaltsamen und zugleich reflektierten Abend auf die Bühne.
Im Theater Regensburg wird es philosophisch und bewegend: Am 3. und 5. Juni ist „Der Bär, der nicht da war“ (ab 6 Jahren) zu sehen, eine verspielte Suche nach Identität, bei der ein neugieriger Bär großen Fragen nachgeht. Vom 16. bis 20. Juni beleuchtet „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ (ab 10 Jahren) eindringlich historische Ereignisse und stellt die Frage, ob man wegschaut oder handelt. Zudem läuft „Das Leben ist ein Wunschkonzert“ (ab 8 Jahren) vom 23. Juni bis 12. Juli an mehreren Terminen – ein kluges, einfühlsames Stück über das Leben in einer Familie mit Alkoholproblemen und die Kraft von Unterstützung.
Im Theater Salz und Pfeffer startet der Juni mit einem kreativen Mitmachangebot: Beim Workshop „Krokokratie: Mitmachen mit Macht“ am 3. Juni entdecken Kinder von 7 bis 11 Jahren spielerisch die Grundlagen von Demokratie, Gerechtigkeit und Zusammenhalt. Am 13. und 14. Juni folgt mit „Der Regenbogenfisch“ ein poetisches Theaterstück (ab 3 Jahren). Den Monatsabschluss bildet am 29. Juni „Der Billabongkönig“ (ab 6 Jahren), die ebenso spannende wie humorvolle Geschichte eines ungewöhnlichen Krokodils, das für jede Menge Abenteuer sorgt.
Im Staatstheater Nürnberg können junge Besucher:innen in der Kinderoper „Ein Fall für Figaro“ am 1., 7. und 21. Juni einen Blick in die Entstehung einer Inszenierung werfen. Am 19. Juli folgt das Kinderkonzert „Olé, Olé, Olé!“, bei dem sich alles um Sport und Musik dreht.
Auf der Freilichtbühne des Theaters Schloss Maßbach entführt „Der Zauberer von Oz“ (ab 5 Jahren) ab 29. Juni in eine fantastische Welt voller Abenteuer. Die Geschichte erzählt von Mut, Freundschaft und dem Wunsch, seinen eigenen Weg zu finden.
Musikalisch wird es im Staatstheater Meiningen am 2. und 7. Juni mit „Mit Georg II. unterwegs“ (ab 6 Jahren), einem Kinderkonzert, das Geschichte und Musik verbindet. Mit „Greta“ (ab 12 Jahren), das am 13., 22., 25. und 29. Juni gezeigt wird, steht ein aktuelles Stück über Klimaproteste und die Stimme der jungen Generation auf dem Spielplan. Am 24. Juni folgt „Alfons Zitterbacke“ (ab 8 Jahren), die humorvolle Geschichte eines Jungen, der davon träumt, Kosmonaut zu werden. Ergänzt wird das Programm am 26. Juni durch „Hey Siri, kill me!“ (ab 12 Jahren), das sich kritisch mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzt.
Ein vielseitiges Programm erwartet die junge Zuschauerschaft im Deutschen Nationaltheater Weimar: Am 6., 18., 26. und 27. Juni wird „Gold!“ (ab 6 Jahren) gezeigt, ein Opernmärchen, das das Grimm-Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ musikalisch neu erzählt. Vom 14. bis 16. Juni lädt „Concerto Flautino – Unterwegs durch die Lüfte“ zu einer klangvollen Reise ein, während ein Improvisationsworkshop am 2. Juni Jugendlichen die Möglichkeit bietet, selbst kreativ zu werden. Den Abschluss bildet am 28. Juni eine Familienvorlesung zum Thema Fußball.
„Wolf“ – Mut, Freundschaft und ein Zeichen in der Nacht
Kemi wollte eigentlich keinen Schritt in den Wald setzen – doch seine Mutter lässt ihm keine Wahl. Im Ferienlager angekommen, teilt er das Zimmer mit Jörg: dem Außenseiter der Klasse, der jede Pflanze beim Namen kennt und durchs Unterholz wandert, als wäre es sein Wohnzimmer. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch schon bald verbindet sie mehr als nur ein gemeinsames Zimmer – denn Marko und seine Clique haben Jörg ins Visier genommen, und die Situation spitzt sich gefährlich zu.
Kemi kennt dieses Gefühl. Als sein Vater verschwand und das Geld knapp wurde, war er selbst Ziel von Spott und Ausgrenzung. Und als eines Nachts plötzlich ein Wolf vor seinem Bett steht, die Augen leuchtend wie kleine Monde, weiß er: Die Zeit zum Handeln ist gekommen. Schweigen und abwarten? Oder endlich aufstehen und für jemanden einstehen, dem niemand hilft?
Das Stadttheater Fürth und das Theater Mummpitz zeigen „Wolf" – nach dem Roman von Saša Stanišić, inszeniert von Inda Buschmann – ab dem 3. Juli 2027 in der Großen Halle des Kulturforums Fürth. Ein packendes Theaterstück über Courage, Mitgefühl und echte Freundschaft, empfohlen ab 10 Jahren.
Mehr Informationen zum Stück findet man unter www.stadttheater.de.