Liszt zwischen Virtuosität und Forschung
Das Festival auf Schloss Schillingsfürst versammelt große Namen
veröffentlicht am 22.06.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer
Vom 27. Juni bis 4. Juli wird Schloss Schillingsfürst erneut zum Zentrum internationaler Liszt-Pflege. Das 9. Liszt-Festival verbindet Konzertbetrieb, Meisterklasse und musikwissenschaftliche Annäherung an einen Komponisten, dessen Werk bis heute zwischen Virtuosität und intellektuellem Anspruch oszilliert.
Den Auftakt gestaltet am 27. Juni die Pianistin Katharina Hack, die sich mit einer stilistisch eigenständigen Konzertpraxis zwischen klassischem Repertoire und freier Improvisation profiliert hat. Am 28. Juni folgt ein Orgelkonzert mit dem Ansbacher Regionalkantor Thorsten Rascher in der Kilianskirche Schillingsfürst.
Zentrum des Festivals bleibt jedoch der Meisterkurs mit dem australischen Pianisten Leslie Howard, einem der bedeutendsten Liszt-Interpreten der Gegenwart. Howard hat über 14 Jahre hinweg das gesamte Klavierwerk Franz Liszts eingespielt und dabei zahlreiche unbekannte Werke erstmals veröffentlicht. Seine öffentlichen Unterrichtseinheiten finden vom 29. Juni bis 3. Juli statt.
Zur Meisterklasse eingeladen sind in diesem Jahr Ildiko Rozsonits, Rune Leicht Lund, Deren Wang und Thomas Kelly – allesamt junge Pianisten mit internationaler Wettbewerbserfahrung. Ergänzt wird das Programm durch ein Wort-Musik-Konzert mit Walter Burian zum Thema „Franz Liszt – Vom Dorfjungen zum Wunderkind“. Das Abschlusskonzert findet am 4. Juli im erweiterten Konzertsaal von Schloss Schillingsfürst statt.
Mehr Informationen unter www.schloss-schillingsfuerst.de/liszt-festival.