Klassiker

Zwischen Dorfkirche & Filmkunst

Der Thüringer Orgelsommer verbindet Musik, Literatur und regionale Kulturgeschichte

veröffentlicht am 14.06.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Das Berolina Ensemble

Das Berolina Ensemble, Foto © Florian Schuh

Der Thüringer Orgelsommer feiert 2026 sein 35-jähriges Bestehen und bleibt ein Festival, das musikalische Tradition bewusst mit neuen Formaten verbindet. Vom 19. Juni bis 19. Juli 2026 verwandeln mehr als 50 Konzerte Kirchen und historische Räume in Thüringen in Orte zwischen Klangkunst, Literatur und regionaler Erinnerungskultur.

Bereits das Eröffnungskonzert am 19. Juni in der Gothaer Augustinerkirche zeigt den programmatischen Anspruch der Reihe: Liedermacher Gerhard Schöne trifft auf Orgel und Saxophon. In den folgenden Wochen reichen die Formate von Konzertlesungen und Orgelmärchen bis zu Filmvorführungen mit Live-Orgelmusik. So begleitet Paolo Oreni am 24. Juni in Friedrichroda Chaplins Stummfilmklassiker improvisatorisch an der Orgel, während am 15. Juli in Schmalkalden der expressionistische „Faust“-Film von 1926 musikalisch neu belebt wird.

Werke von Bach, Mendelssohn oder Rheinberger erklingen ebenso wie Programme mit Jazz-, Film- und Weltmusikeinflüssen. Viele Veranstaltungen öffnen sich dabei ausdrücklich auch Familien und einem jüngeren Publikum. Der Thüringer Orgelsommer präsentiert die Orgel damit als kulturellen Resonanzraum zwischen Geschichte, Erzählkunst und Gegenwart.

Mehr Informationen unter www.orgelsommer.de.

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