Klassiker

Orgelklänge jenseits der Hauptwerke

Würzburg lädt zu musikalischen Entdeckungen rund um den Dom

veröffentlicht am 15.06.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Die Neumünsterorgel in Würzburg

Die Neumünsterorgel in Würzburg, Foto © Peter Eberts

Mit zwei ungewöhnlichen Konzertformaten richtet die Würzburger Dommusik im Juni 2026 den Blick auf Orgeln, die oft im Schatten der großen Hauptinstrumente stehen. Am 18. Juni führt der Orgelspaziergang „Versteckte Perlen“ zu selten gehörten Instrumenten in und um Dom und Neumünster. Organisten Jakob Keller und Benjamin Kagl stellen dabei eine kleine Klais-Orgel in der Anbetungskapelle, die historische Seufert-Orgel in der Sepultur des Doms sowie die moderne Orgel im Probensaal der Dommusik vor.

Eine Woche später, am 25. Juni, folgt die „Orgelpromenade“ durch Augustinerkirche, Neumünster und Dom. Die Konzertreihe versteht sich ausdrücklich als „Klang-Tasting“ unterschiedlicher Orgelästhetiken: von der symphonisch geprägten Seuffert-Orgel über die opulente Klais-Orgel bis zur stilistisch vielseitigen Domorgel mit Einflüssen aus deutschem Barock sowie französischer und spanischer Orgeltradition.

Bemerkenswert ist dabei der Perspektivwechsel: Die Organisten spielen jeweils nicht „ihr“ eigenes Instrument, sondern begegnen den Orgeln aus bewusst fremder Sicht. Gerade dadurch entsteht weniger eine technische Vorführung als vielmehr ein Dialog über Klang, Raum und musikalische Identität.

Mehr Informationen unter www.wuerzburger-dommusik.de.

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