Hochkarätige Klavierkunst in Bad Kissingen
Der „Kissinger Klavierolymp“ bittet sechs ausgewiesene Kunstschaffende zu einem Wettbewerb mit hohem Renommee
veröffentlicht am 26.09.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Martin Köhl
Die Festivalsaison in Bad Kissingen erfährt seit 2003 eine herbstliche Zugabe, die zur Tradition geworden ist: den „Kissinger Klavierolymp“. Bei diesem Wettbewerb gilt es, den pianistischen Nachwuchs zu entdecken. Traditionell werden sechs hochbegabte Pianistinnen und Pianisten mit Zukunftspotenzial und einem Höchstalter von 27 Jahren nach Bad Kissingen eingeladen, um sich mit einem Solo-Rezital im prachtvollen Rossini-Saal dem Publikum und einer Fachjury und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Drei Preise werden beim „Klavierolymp“ vergeben. Der Blick auf die Gewinner:innenliste der vergangenen Jahre zeigt, dass an der fränkischen Saale oft genug die Stars von morgen entdeckt wurden. Nennen wir nur Kit Armstrong, Herbert Schuch, Martin Helmchen, Alice Sara Ott oder Kirill Gerstein, die heute auf den Bühnen der Welt das Publikum für sich einzunehmen verstehen. Im zurückliegenden Jahr gewann Alon Kariv den ersten Preis der Fachjury.
Heuer wird der „Klavierolymp“ vom 1. bis 4. Oktober stattfinden. Den Auftakt macht am Donnerstagabend mit Nicolas Absalom ein belgisch-britischer Pianist, der mit Werken von C.P.E. Bach, Mozart, Schönberg, Kurtág und Schubert seine stilistische Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Am Freitag folgen der ukrainische Ausnahmepianist Roman Fediurko und die griechisch-russische Pianistin Sasha Stychkina. Beide sind erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmende und erreichten bereits in jungen Jahren internationale Aufmerksamkeit.
Am Samstag präsentiert die chinesische Virtuosin Zhouhui Shen unter anderem Beethovens monumentale „Hammerklavier“-Sonate. Am Abend ist ihr Landsmann Dongping Wang zu erleben, dessen Programm Werke von Scarlatti bis Brahms umfasst. Den Abschluss der Einzelrezitals gestaltet am Sonntagvormittag die deutsch-peruanische Pianistin Louisa Sophia Jefferson, die mit einem ebenso virtuosen wie farbenreichen Programm mit Stücken von Bach bis Arcadi Volodos auftritt.
Zur Tradition geworden ist der festliche Abschluss am Sonntagabend, bei dem die sechs Teilnehmenden noch einmal ausgewählte Nummern ihres Repertoires präsentieren, bevor die Jury ihre Entscheidungen bekannt gibt. Dem diesjährigen Jurorenteam gehören die Musikkritiker Manuel Brug und Thomas Ahnert an, die Künstleragentin Sonia Simmenauer, die Festivalplanerin Christiane Weber sowie der Intendant des „Kissinger Sommers“, Alexander Steinbeis.
Weitere Informationen zu den Konzerten findet man unter www.kissingersommer.de/festival/kissinger-klavierolymp.html.