Herbstklänge im Spiegel der Tradition
Vier Konzerte zwischen Wiener Klassik, Salonmusik und literarischer Matinee
veröffentlicht am 29.08.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer
Vier Tage, vier Programme: Die Herbstkonzerte in der Orangerie von Schloss Seehof setzen vom 10. bis 13. September 2026 fort, was den Bamberger Musiksommer auszeichnet – kuratierte Vielfalt statt beliebiger Fülle.
Den Auftakt bildet am 10. September die Wanderung von der Wiener Klassik zum Wiener Walzer. Das Bamberger Streichquartett, Quartet in Residence des Festivals, trifft mit Kontrabassist Orcun Mumcuoglu auf Haydns „Lerchenquartett“ und Beethovens c-Moll-Quartett op. 18 Nr. 4, ehe Ländler, Polkas und Walzer von Schubert, Lanner und Strauss den Bogen vom Konzertsaal zum Tanzboden schlagen.
Am 11. September wenden sich die Dresdner Salon-Damen mit „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ den Goldenen Zwanzigern zu – jener Epoche, deren Sehnsucht nach Leichtigkeit und Aufbruch sich in der Gegenwart eigentümlich spiegelt.
Am 12. September widmet sich das Trio Aureum mit Mozarts Klaviertrio B-Dur, Beethovens „Geistertrio“ und Schuberts zweitem Klaviertrio einem Repertoire voller menschlicher Spannweite, von heiterer Eleganz bis zu später Schwermut.
Den Schlusspunkt setzt die Matinee am 13. September: Martin Neubauer rezitiert, Le Trio Martens musiziert am Fagott – „Der Vogel, scheint mir, hat Humor“ als heiterer Ausklang. Konzertbeginn ist jeweils 19.30 Uhr, die Matinee beginnt um 11 Uhr.
Weitere Informationen zu den einzelnen Konzerten unter www.festival-schloss-seehof.de.