„Nach der Natur“
Ulrike Donié zeigt Malerei und Installationen im Kloster Wechterswinkel
Termin
Schon lange vor der Existenz des Menschen bestand in der Natur das Gesetz vom Fressen und Gefressen werden und vom unablässigen Kampf ums Überleben. Erst relativ spät in der Erdgeschichte trat der Mensch in diese Gesetzmäßigkeit ein und sicherte seine Existenz durch Einfügen in die Natur und dem gleichzeitigen Kampf gegen die Gefährdungen aus der Natur. Schon lange bevor es in der Bibel als Auftrag an den Menschen gerichtet wurde, begann der Mensch sich die Erde untertan zu machen. Technischer Fortschritt half ihm dabei die Erde als gefährlichen, ihn ständig in seiner Existenz gefährdenden Ort, Schritt für Schritt beherrschbarer zu machen. Der Mensch aber wird nur zu einem gewissen Grad, selbst bei ständiger technischer und medizinischer Entwicklung, der Erde Herr werden und braucht sie gleichzeitig. Gefahr aus der Natur und Gefährdung der Natur durch den Menschen stehen heute einander gegenüber. Um weiter überleben zu können, muss er die Natur nicht nur beherrschen, sondern sie auch erhalten. So formt die Künstlerin aus Polyethylen riesige Urtiere, diese erobern Wände und Räume des Klosters.