Regionalität und internationales Echo
Der Weißenburger Kunstpreis versammelt 28 Positionen aus über 550 Bewerbungen
veröffentlicht am 29.05.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer
Mit mehr als 550 Einreichungen verzeichnet der Weißenburger Kunstpreis 2026 eine Resonanz, die weit über den regionalen Rahmen hinausweist. Für die siebte Ausgabe des Wettbewerbs sichtete die Jury insgesamt 553 Bewerbungen aus Deutschland sowie aus Österreich, Italien, Spanien, Montenegro, der Ukraine und China. Dass ein vergleichsweise kleiner Ausstellungsort wie die Kunst-Schranne in Weißenburg inzwischen internationale Aufmerksamkeit bindet, verweist auf eine Entwicklung, die vielerorts zu beobachten ist: Regionale Kunstpreise fungieren längst nicht mehr nur als lokale Plattformen, sondern als verdichtete Schauplätze zeitgenössischer Positionen und künstlerischer Selbstverortung.
Ausgewählt wurden 28 Künstlerinnen und Künstler. Die Entscheidung fiel in mehreren Juryrunden, getragen von Kunstschaffenden und Kulturverantwortlichen aus der Region. Neben technischer Qualität und Bildkomposition spielten Originalität, emotionale Wirkung und die Einbindung der Arbeiten in das Gesamtgefüge der Ausstellung eine zentrale Rolle. Entscheidend ist dabei nicht allein das einzelne Werk, sondern dessen Verhältnis zu den anderen Positionen und zum räumlichen Zusammenhang der Ausstellung.
Das Spektrum der ausgewählten Arbeiten reicht von Malerei und Skulptur bis zu Fotografie und Mixed Media. Die Ausstellung setzt damit weniger auf stilistische Geschlossenheit als auf eine offene Annäherung an Gegenwartskunst.
Die Ausstellung kann noch bis zum 13. Juni bei freiem Eintritt besichtigt werden. Am letzten Tag findet auch um 16 Uhr die Preisverleihung statt. Neben drei Jurypreisen wird erneut ein Publikumspreis vergeben.
Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.weissenburg.de.