Zwischen Plattenladen, Kirche und Clubkonzert
Beim Nürnberg Pop Festival wird die Altstadt zu einem Konzertsaal für die spannendsten aufstrebenden Musikerinnen und Musiker
veröffentlicht am 03.10.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Emma Hasse
Süddeutschlands größtes Club- und Showcase-Festival kehrt zurück vor unsere Haustür! Zwischen Donnerstag, dem 8. Oktober, und Samstag, dem 10. Oktober, wird Nürnberg wieder zu einem pulsierenden Zentrum für zeitgenössische Musik. Dessen zentrales Konzept macht gleichzeitig seinen Charme aus: Statt auf einzelne Eventstätten setzt das Nürnberg Pop auf die ganze Altstadt. Kirchen, Museen, Plattenläden, Dächer und öffentliche Plätze – ebenso wie Clubs und Kulturzentren – verwandeln sich in Konzertsäle. Besucherinnen und Besucher können also sowohl die Musik als auch die Atmosphäre der Nürnberger Altstadt bei Nacht genießen.
Das Schöne am Nürnberg Pop ist, dass Musikfans sich eigentlich nur treiben lassen müssen – fantastische Konzerte finden überall statt. Das Lineup beweist jedes Jahr ein Feingefühl für Acts kurz vor ihrem Durchbruch. Diese Künstlerinnen und Künstler verdienen besondere Aufmerksamkeit:
Headliner OkKid bringt Indie-Electro mit gerappter Gesellschaftskritik. Bei Julia Effekt stehen treibende Gitarrenriffs im Mittelpunkt, vor allem ihre Live-Auftritte lohnen sich. Die aufstrebende Band Freude besticht mit astreinem Indie-Sound und eingängigen Texten – es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auch auf größeren Festivals auftreten werden. Ähnlich ist es bei Jugo Ürdens. Der österreichische Künstler rückt mit systemkritischen Texten und prägnanten Flows zunehmend in den Fokus der deutschen Musikszene und hat sich die obligatorische Einladung auf das Nürnberg Pop mehr als verdient.
Auch die internationalen Acts können sich sehen lassen. Ynlding ist das Projekt der norwegischen Künstlerin und Produzentin Silje Espevik. Ihr Sound ist innovativ und unverkennbar: Verorten lässt er sich irgendwo zwischen Phoebe Bridgers, Beach House und Portishead. Die belgisch-nigerianische Musikerin Aghogho verbindet Afro-Soul mit Jazz und Funk und schafft so eine Klangwelt, bei der Stillstehen unmöglich wird. LAMAYAs Sound ist so einzigartig, dass bereits die ersten Klänge innehalten lassen. Die schottisch-nigerianische Musikerin verwandelt Einflüsse von Neo-Soul, Hip Hop, Grime und Rock ’n’ Roll in eine einzigartige Hyperdrill-R’n’B-Fusion. Komplex, explosiv, überzeugend!
Tickets können über die Website oder über Ticketmaster gekauft werden. Sowohl Tagestickets als auch Wochenendtickets sind erhältlich. Wer Bekannte mitnehmen möchte, profitiert von Gruppentickets. Weitere Informationen unter www.nuernberg-pop.com.