Ausstellungen

Feuer, Farbe und die Poesie der Emaille

Nora Kovats verwandelt das Historische Museum Bamberg in einen poetischen Kosmos der Naturbeobachtung

veröffentlicht am 07.08.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Nora Kovats, Conscious Garden, HeckenRaunen

Nora Kovats, Conscious Garden, HeckenRaunen, Foto © Dominik_Schreiner

Feuer, Farbe und Metall bilden den Ausgangspunkt einer künstlerischen Welt, in der Naturbeobachtung und Fantasie untrennbar miteinander verbunden sind. Mit der Intervention „Feuer. Farbe. Licht. Emaillewelten“ zeigt Nora Kovats noch bis zum 1. November 2026 im Historischen Museum Bamberg Arbeiten, die sich als bewusster Eingriff in die Gemäldegalerie verstehen und historische Sammlung wie zeitgenössische Kunst miteinander ins Gespräch bringen.

Im Mittelpunkt steht ein imaginärer Zaubergarten. Emaillierte Miniaturgebilde verschmelzen mit Tusche- und Aquarellzeichnungen zu dichten Bildwelten, in denen die Grenzen zwischen Tier, Pflanze und Pilz ebenso verschwimmen wie jene zwischen Schmuck, Skulptur und Illustration. Aus handwerklicher Präzision und schöpferischer Intuition entstehen farbintensive Kompositionen, die zugleich botanisch inspiriert, poetisch und erzählerisch wirken. Emailleobjekte, zeitgenössischer Schmuck, Installationen und Aquarelle entfalten dabei einen vielschichtigen Kosmos, der Natur und Fantasie gleichermaßen verpflichtet ist.

Die Ausstellung richtet den Blick nicht allein auf die fertigen Werke, sondern ebenso auf den künstlerischen Entstehungsprozess. Sie vermittelt die Besonderheiten des Materials Emaille und macht sichtbar, wie im Atelier ein fortwährender Dialog zwischen Farbe, Feuer und Material entsteht. Begleitend zur Ausstellung laden Führungen mit der Künstlerin, eine Podiumsdiskussion sowie ein Vortrag in Kooperation mit der Universität Bamberg zur vertieften Auseinandersetzung ein.

Darüber hinaus erscheint das Buch „Feuer · Farbe · Licht – Vom Emaillieren und Werden“, das Nora Kovats' künstlerische Arbeit zwischen Naturbeobachtung, Materialforschung und poetischer Erzählung dokumentiert und am 15. August 2026 im Atelier NONNE 11 vorgestellt wird.

Weitere Informationen findet man unter www.museum.bamberg.de.

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