„Museum bewegt – Kultur zum Frühstück“
Daniel Nikolaus Chodowiecki auf der Veste Coburg
Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726–1801), Heiraths Antrag des Windbeutels, aus der Serie „Heiratsanträge, Erste Folge“, Radierung, 1781, Kunstsammlungen der Veste Coburg, Inv.-Nr. IV,78,3455, Foto © Kunstsammlungen der Veste Coburg, Dieter Ertel
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Kuriose Heiratsanträge und absurd aufgetürmte Frisuren gehören zum Motivrepertoire des in Berlin tätigen Künstlers Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726–1801). Er gilt als einer der bedeutendsten Graphikkünstler des 18. Jahrhunderts. Seine kleinformatigen Illustrationen für die damals beliebten Taschenkalender bestechen auch heute durch ihre genaue Beobachtung und humorvolle Umsetzung.
Der Coburger Herzog Franz Friedrich Anton (1750–1806) begeisterte sich für Chodowieckis Werke und erwarb für sein Kupferstichkabinett über 4000 Druckgraphiken und rund 200 Handzeichnungen. Anlässlich des 300. Geburtstags von Daniel Nikolaus Chodowiecki gibt die Studio-Ausstellung in den Kunstsammlungen der Veste Coburg einen Einblick in das vielfältige zeichnerische und druckgraphische Werk. Dabei stehen die persönlichen Skizzen von engen Familienmitgliedern und das gemeinsame künstlerische Schaffen ebenso im Mittelpunkt wie die vom Gedanken der Aufklärung geprägten druckgraphischen Serien.
Prof. Dr. Stefanie Knöll, die Leiterin des Kupferstichkabinetts, stellt nach einem Frühstück in der Cafeteria die kleinformatigen Werke in der Studio-Ausstellung vor.