Unterwegs

KeltenWelten - Asterix trifft Alcmona

Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim

veröffentlicht am 14.09.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min.

Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim

Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim, Foto © Dr. Aaltje Hidding, Archäologisches Museum der Stadt Kelheim

Beim Teutates! Die wohl berühmtesten Gallier der Comicgeschichte haben sich auf den Weg an die Altmühl gemacht. Seit dem 22. Mai und noch bis zum 22. November 2026 sind Asterix und Obelix zu Gast im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim. Die Sonderausstellung „KeltenWelten – Asterix trifft Alcmona“ lädt große und kleine Besucher:innen dazu ein, in die echte Welt der Kelten einzutauchen.

Ursprünglich vom Verein KeltenWelten konzipiert, hat das Team des Kelheimer Museums die Schau mit regionalen Originalfunden, detailreichen Modellen, interaktiven Mitmachstationen und einer liebevoll gestalteten Playmobil-Welt erweitert. Hier treffen die berühmten Comic-Helden auf die historische Realität von Alkimoennis. Vor über 2.000 Jahren thronte auf dem Michelsberg, wo heute die Befreiungshalle steht, eine der größten keltischen Metropolen Europas. Ein gewaltiges Befestigungssystem von fast zehn Kilometern Länge schützte die Stadt, deren Wohlstand auf der günstigen Flusslage an Donau und Altmühl sowie auf der lokalen Eisenerzgewinnung beruhte. In der Ausstellung begegnet Asterix nicht nur keltischen Kriegern, Handwerkern und Händlern, sondern auch Alcmona, der keltischen Göttin, die dem Fluss Altmühl ihren Namen gab.

Besonders für Kinder wird die Geschichte hier greifbar. Sie können sich als Kelten verkleiden, die Funktionsweise des Webens und der Eisenverarbeitung studieren oder einen originalgetreuen keltischen Streitwagen bestaunen. Ein eigenes Kinderforschungsheft begleitet die jungen Entdecker:innen. Abgerundet wird das Programm durch Führungen, Wanderungen durch das antike Oppidum und ein großes Keltenfest am 4. Oktober 2026.

Ein echtes Highlight der Ausstellung ist das Ergebnis experimenteller Archäologie: der detailgetreue Nachbau einer keltischen Handdrehmühle. Um die Replik aus widerstandsfähigem Granit aus dem Bayerischen Wald und einem passenden Holzgestell anzufertigen, analysierte das Museumsteam das Kelheimer Original sowie wissenschaftliche Daten zu über 140 historischen Mühlen. Diese zweiteiligen Drehmühlen stellten damals eine enorme technische Erleichterung dar, verbesserten die Mehlqualität und ermöglichten erst die Ernährung einer Großstadt wie Alkimoennis. Dass diese bis zu 50 Kilogramm schweren Werkzeuge extrem wertvoll waren, beweisen die Funde, die oft bis zur völligen Unbrauchbarkeit abgenutzt wurden. In der Ausstellung dürfen die Besucher:innen an dieser Replik nun selbst aktiv werden und ausprobieren, wie viel Kraft der Alltag vor 2.000 Jahren kostete.

Weitere Informationen finden Sie unter www.archaeologisches-museum-kelheim.de.

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