Große Oper, ganz nah
MET und Royal Ballet & Opera machen das Kino zur großen Opern- und Ballettbühne
veröffentlicht am 30.09.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Nele Wicher
Wer sagt eigentlich, dass man für große Oper und Spitzenballett nach New York oder London reisen muss? Mit „MET“ und „Royal Ballet & Opera“ live im Kino geht das auch aus der Gemütlichkeit eines Kinosessels heraus – und ziemlich nah dran am Bühnengeschehen. In der neuen Saison werden wieder internationale Opern- und Ballettklassiker auf die große Leinwand gebracht, darunter im Cinestar Erlangen oder im Nürnberger CINECITTA‘, das mit seiner Reihe „Klassik im Kino“ das volle Repertoire abbildet.
Den Auftakt bei „MET live im Kino“ macht am 3. Oktober Wolfgang Amadeus Mozarts hinreißende Komödie „Così fan tutte“. Zwei Liebespaare werden darin auf eine turbulente Achterbahn der Gefühle geschickt. Danach wird es abwechslungsreich: Verdis „Macbeth“ bringt mit Lise Davidsen als Lady Macbeth ein spannendes Rollendebüt (17. Oktober) und „Samson et Dalila“ verspricht große französische Opernleidenschaft (5. Dezember). Im neuen Jahr folgen Puccinis „La fanciulla del West“ (23. Januar), Massenets „Manon“ (3. April), Verdis „Otello“ (24. April) und zum Saisonfinale Wagners „Parsifal“ (5. Juni) mit Elīna Garanča, Piotr Beczała und Peter Mattei.
Auch aus Covent Garden kommt mit „Royal Ballet & Opera live im Kino“ reichlich Bühnenglanz für alle Opern- und Ballettfans. Auf dem Spielplan stehen unter anderem Kenneth MacMillans „Manon“ (27. Oktober) und Bizets „Carmen“ (10. November) sowie – passend zur Weihnachtszeit – Tschaikowskis „Der Nussknacker“ (6. Dezember). Im neuen Jahr wird es mit Wagners „Götterdämmerung“ (3. Februar) monumental. Mozarts „Così fan tutte“ (23. Februar) schließt sich an. Mit „Alice im Wunderland“ (23. März) und „Schwanensee“ (22. April) wird im Frühjahr in fremde Welten entführt, bevor Puccinis „Tosca“ (5. Mai) noch einmal Hochspannung auf die Leinwand bringt. Den Abschluss bildet am 25. Mai Kenneth MacMillans „Romeo und Julia“ – Shakespeare, große Gefühle und eine Liebesgeschichte, bei der man das Ende natürlich kennt und trotzdem wieder mitfiebert.
Das Ganze findet nicht irgendwo im Streaming-Universum statt, sondern als Kinoerlebnis. Großes Bild, großer Klang und mittendrin das Gefühl, zumindest für ein paar Stunden in London oder New York zu sitzen. Kulturreise ohne Koffer – ziemlich gutes Kino, finden wir.
Weitere Informationen zu den Terminen und einzelnen Vorstellungen findet man unter www.metimkino.de und www.cinecitta.de.