Vorhang auf!

ANkommen auf der Bühne

Mit neuen Impulsen und vielfältigen Inszenierungen beginnt die Spielzeit am Theater Ansbach

veröffentlicht am 29.10.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Elke Walter

Schlussapplaus der Eröffnungspremiere, v.li. Matias Lavall (Bernhard), Jan Besser (Dramaturg), Bartholomäus Pakulski (Schauspielleiter, Regie), Theresa Rohrberg (Bühne und Kostüme), Beatrice Boca (Tod), Pia von der Assen (Bernhards Nachbarin)

Schlussapplaus der Eröffnungspremiere, v.li. Matias Lavall (Bernhard), Jan Besser (Dramaturg), Bartholomäus Pakulski (Schauspielleiter, Regie), Theresa Rohrberg (Bühne und Kostüme), Beatrice Boca (Tod), Pia von der Assen (Bernhards Nachbarin), Foto © Elke Walter

Mit der Komödie des französischen Erfolgssautors Matthieu Delaporte, „Einszweiundzwanzig vor dem Ende“, hat das Theater Ansbach die Spielzeit sowie die neue Ersatzspielstätte „Bühne Eyber Straße“ unter dem Motto „ANkommen“ eröffnet. Premiere auch für den neuen Schauspielleiter Bartholomäus Pakulski, der das Stück gleich selbst inszeniert hatte. Bernhard, der unter Depressionen leidet, möchte seinem Leben ein Ende setzen, dann klopft unerwartet der Tod an seiner Tür. Es entspinnt sich ein aberwitziger Diskurs um Einsamkeit, Leben und Tod.

Nach der gelungenen Premiere am 17. Oktober lohnt sich der Blick auf die weiteren Spielzeitangebote. Ab 28. November 2026, 14 Uhr, kommen die jüngeren Theaterfans auf ihre Kosten. Chiara Hunski, die auch die Regie übernimmt, bringt das Bilderbuch „Fuchs und Bär“ in einer eigenen Fassung auf die Bühne. Ein Ausflug in die Welt der Waldbewohner, der zum Staunen und Träumen einlädt. Am 6. Februar 2027, 19.30 Uhr, stellt der neue Schauspielleiter ein eigenes Stück vor. Unter dem Titel „Die Ausstellung“ lässt Pakulski das Publikum mitentscheiden, wie die im ersten Teil des Abends aus unterschiedlichen Perspektiven vorgestellte Geschichte um eine junge Malerin weitergehen soll. Das könnte bei jeder Vorstellung anders ausfallen.

Gleich am 13. Februar, 20 Uhr, folgt Sibylle Bergs „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe“. Widersprüche des Zeitgeistes stehen zur Diskussion, damit auch die stellenweise sarkastische bis melancholische Sinnsuche im gesellschaftlichen Kontext. Regie führt Caroline Ghanipour. Der Abend findet im Kleinen Haus des Theaters statt. Wieder in der Eyber Straße folgt am 20. März William Shakespeares „Der Sturm“, inszeniert von Axel Brauch. Dieser Klassiker nimmt das Publikum mit auf eine einsame Insel, auf der der Magier Prospero wie ein Puppenspieler mit der gestrandeten Hofgesellschaft spielt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

„Heirat‘ mich ein bisschen“, Musik und Songtexte von Stephen Sondheim, zeigt zwei Menschen, die nebeneinander wohnen, aber nur voneinander träumen. Ob sie zusammenkommen, erzählt der Abend am 30. April in der Eyber Straße. Regie führt Bartholomäus Pakulski. Am 19. Juni erzählt „Ansbach – Da komm her“, Buch und Idee von Anne Maria Rieckhoff und Bartholomäus Pakulski, Geschichten von Menschen, die in der Rezatstadt leben, etwa wie sie dorthin gekommen waren oder was sie mit der Stadt verbindet. Gesammelt werden die Geschichten über die Spielzeit.

Informationen zum Konzertprogramm, den Ansbacher Puppenspielen sowie weiteren Angeboten des Spielplans gibt es unter WWW.theater-ansbach.de.

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