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„Jeder ist willkommen!“ Hoffnungsvoll liest Karl Roßmann den Aufruf des „Naturteaters von Oklahama“, das angeblich alle braucht. Nach einer Odyssee durch die amerikanische Arbeitswelt scheint für den jungen Einwanderer endlich ein Happy End zum Greifen nah. Doch kann das Versprechen von Zugehörigkeit und Sinn wirklich wahr sein? Irgendetwas ist merkwürdig an dieser Theatertruppe …
Franz Kafkas Fragment „Das Naturteater von Oklahama“ wurde posthum als letztes Kapitel seines Romans „Amerika“ veröffentlicht. Zwischen skurriler Komik und abgründigen Situationen entfaltet der Text überraschend aktuelle Fragen nach Arbeit, Zugehörigkeit, Verheißungen und den Regeln einer Welt, die nicht für alle gemacht ist.
Für Tomas Schweigens abgründig-humorvolles Spiel mit Bedeutungsebenen wird Oklahama zum Ausgangspunkt einer wahnwitzigen Reise: hinein in unsere Sehnsüchte, Hoffnungen und die großen Versprechen der modernen Welt.