Ausstellungen

Brennpunkt Bayern

Politische Radikalisierung und der Aufstieg Hitlers in den 1920ern

veröffentlicht am 05.07.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Ehrenscheibe anlässlich des ersten Landesschießens der bayerischen Einwohnerwehren, gestiftet von Franz von Epp

Ehrenscheibe anlässlich des ersten Landesschießens der bayerischen Einwohnerwehren, gestiftet von Franz von Epp, Foto © Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt

Bayern wird in den frühen 1920er Jahren zum Brennglas der jungen Weimarer Republik. Wirtschaftliche Krisen, Inflation und politische Gewalt treiben die Gesellschaft an ihre Grenzen – und München entwickelt sich zur Bühne eines Machtkampfes, der die Demokratie nachhaltig erschüttert.

Die Bayernausstellung 2026 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zeichnet diese Entwicklung präzise nach. Im Zentrum steht Adolf Hitler, der sich nach seiner Ankunft in Bayern 1913 vom unauffälligen Beobachter zum politischen Agitator und schließlich zur zentralen Figur radikaler Bewegungen wandelt. Der gescheiterte Putsch von 1923 erscheint dabei weniger als Ende denn als folgenreicher Auftakt.

In fünf „Bühnenbildern“ verdichtet die Ausstellung zentrale Ereignisse und rückt die Akteure in den Fokus. Sie fragt nach Verantwortung, nach den Verteidigern der Demokratie und nach jenen Kräften, die im Hintergrund wirken. Zeitgenössische Stimmen wie Lion Feuchtwanger oder Paula Schlier spiegeln ein Milieu, das den Nationalsozialismus begünstigt.

Zugleich öffnet die Ausstellung den Blick auf Netzwerke der Radikalisierung und auf staatliches Versagen. Sie versteht sich als Beitrag zur Demokratiebildung – und als eindringliche Erinnerung an die Fragilität politischer Ordnungen.

Die Ausstellung ist vom 8. Juli 2026 bis zum 7. August 2027 zu sehen. Weitere Informationen unter www.hdbg.de.

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